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Rewe-Übernahme von 200 Coop-Märkten : Edeka zieht Beschwerde beim Bundeskartellamt zurück

vom

Die Beschwerde-Rücknahme könnte auch in Zusammenhang mit der Einigung bei Kaiser's Tengelmann stehen.

shz.de von
erstellt am 09.Dez.2016 | 18:55 Uhr

Bonn/Hamburg | Nach der Einigung im Streit um Kaiser's Tengelmann haben die beiden größten deutschen Supermarktketten Edeka und Rewe auch den Konflikt um die Übernahme von 200 Coop-Märkten beigelegt. Ein Sprecher der Edeka-Zentrale bestätigte am Freitag die Rücknahme der Beschwerde gegen die Entscheidung des Bundeskartellamts, dem Rivalen Rewe die Übernahme von rund 200 Supermärkten der Handelskette Coop zu erlauben.

Die Kieler coop eG zählt zu den größten privatwirtschaftlichen Arbeitgebern in SH.

Auch eine von Edeka Nord separat eingelegte Beschwerde sei zurückgezogen worden, hieß es. Das Oberlandesgericht Düsseldorf bestätigte die Rücknahme der beiden Beschwerden.

Edeka habe argumentiert, dass das Bundeskartellamt bei der Genehmigung nicht durchgehend die gleichen Maßstäbe angelegt habe wie im Fall Kaiser's Tengelmann, hieß es damals zur Begründung in mit der Sache vertrauten Kreisen. Zwar hatten Rewe und Coop im Zuge des Genehmigungsverfahrens insgesamt elf Filialen an die unabhängige, mittelständische Bartels-Langness-Gruppe verkauft. Doch reichten diese Einschnitte Edeka offenbar nicht.

Die Beschwerde von Edeka im Fall Coop könnte nach Einschätzung der „Lebensmittel Zeitung“ auch ein Druckmittel bei den in den Verhandlungen zur Aufteilung von Kaiser's Tengelmann gewesen sein.

Mit der Unterzeichnung der Verträge durch Edeka und Rewe war der Konflikt in dieser Woche beigelegt worden. Daraufhin hatte Rewe bereits seine Beschwerde gegen die Ministererlaubnis zur Übernahme von Kaiser's Tengelmann durch Edeka zurückgenommen.

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