EADS plant Aus für Tausende Jobs: IG Metall macht im Norden mobil

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23. November 2013, 00:34 Uhr


Die IG Metall will gegen einen drohenden Stellenabbau beim Luft- und Raumfahrtkonzern EADS protestieren. Wie die Gewerkschaft gestern mitteilte, wird es am kommenden Donnerstag (28. November) einen bundesweiten Aktionstag geben. Im Norden sind an den EADS-Airbus-Standorten in Hamburg-Finkenwerder, Bremen, Stade und bei Premium Aerotec im niedersächsischen Varel und Nordenham Kundgebungen geplant. „Wir brauchen weitere Investitionen und vor allem Innovationen, damit die 25 000 Arbeitsplätze von EADS in Norddeutschland langfristig gesichert sind“, sagte der Bezirksleiter der IG Metall Küste, Meinhard Geiken, gestern in Hamburg.

Die Betriebsräte des Bremer Werks sehen die vom EADS- Konzernchef Tom Enders angekündigten harten Einschnitte mit Besorgnis. „So eine riesige Umorganisation trifft alle Sparten“, sagte Klaus Ahlborn, Betriebsratschef bei Airbus Bremen. Auch sein Amtskollege von Astrium, Jan Jensen, sorgt sich: „Es könnten wieder Jobs verloren gehen.“ Betroffen sind nach seiner Einschätzung vor allem Astrium, die Rüstungssparte Cassidian und Airbus Military.

EADS will nach Informationen der IG Metall und der Betriebsräte 2015 eine Rendite von zehn Prozent erreichen. Wie die Umstrukturierung erfolgen solle, sei noch nicht offengelegt, sagten die Betriebsräte. EADS will Pläne dafür am 9. Dezember vorstellen. Nach Medienberichten könnten nach einer Zusammenlegung der schwächelnden Rüstungssparte Cassidian, der Raumfahrttochter Astrium und von Airbus Military zur Sparte Airbus Defence & Space bis zu 20 Prozent der Stellen dort wegfallen. Zusammen sind das rund 40 000 Beschäftigte, also könnten 8000 Stellen bedroht sein. „Wenn es Kündigungen gibt, gibt es Krieg“, kündigte Jensen an.

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