zur Navigation springen

Nachrichtenüberblick : dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

vom

Meldestelle für Benzinpreise kurz vor dem Start

Bonn (dpa) - Für die Autofahrer haben unüberschaubare Benzin- und Dieselpreise bald ein Ende. Die geplante Preismeldestelle steht in den Startlöchern. Vermutlich noch im September werden die Verbraucher über Smartphones, Navigationsgeräte oder zu Hause über das Internet die Spritpreise der Tankstellen abfragen können. «Noch im Sommer soll der Startschuss für die Markttransparenzstelle fallen» erklärte der Präsident des Bundeskartellamtes, Andreas Mundt am Dienstag in Bonn. Auf ein genaues Datum wollte er sich nicht festlegen. Die Behörde kündigte zugleich an, dass am 31. August die gesetzliche Meldepflicht für Preisdaten an die sogenannte Markttransparenzstelle greifen werde. Die Voraussetzungen seien erfüllt, da seit Mitte August 13 000 Tankstellen erfasst und drei Anbieter von Verbraucherinformationsdiensten zugelassen seien. Das Gesamtsystem könne nun getestet werden. Mund sprach von einem «Meilenstein».

Mehr Erwerbstätige - Job-Boom bei den Dienstleistern

Wiesbaden (dpa) - Der Konjunkturaufschwung im Frühjahr beflügelt den Arbeitsmarkt. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes waren im zweiten Quartal rund 41,8 Millionen Menschen mit Arbeitsort Deutschland erwerbstätig, das waren 242 000 oder 0,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Den Statistikern zufolge war es der höchste Stand in einem zweiten Quartal seit 1991. Im Vorjahreszeitraum hatte der Anstieg allerdings noch 1,2 Prozent betragen, wie die Wiesbadener Behörde am Dienstag mitteilte. Im Vergleich zum Jahresanfang 2012 stieg die Zahl der Erwerbstätigen von April bis Juni infolge der Frühjahrsbelebung um 377 000 Personen oder 0,9 Prozent. Bereinigt um saisonale Schwankungen blieb ein Plus von 0,1 Prozent. Die deutsche Wirtschaft war nach vorläufigen Zahlen im zweiten Quartal überraschend stark um 0,7 Prozent gewachsen.

Deutsche Wohnen will Konkurrenten GSW übernehmen

Berlin/Frankfurt (dpa) - Die deutsche Immobilienbranche steht vor einer Großfusion. Die Deutsche Wohnen AG will den Konkurrenten GSW Immobilien übernehmen. Vorstand und Aufsichtsrat hätten ein entsprechenden Umtauschangebot an die GSW-Aktionäre beschlossen, teilte Deutsche Wohnen am Dienstag mit. Kommt das Geschäft zustande, entstünde nach Börsenwert und Zahl der Wohnungen die zweitgrößte private Wohnimmobiliengesellschaft in Deutschland. Zusammen besäßen GSW und Deutsche Wohnen 150 000 Wohnungen, gut zwei Drittel davon in Berlin. Der Marktführer Deutsche Annington hat rund 180 000 Wohnungen im Portfolio.

Stiftung Warentest kritisiert «Abzocke mit Dispozinsen»

Berlin (dpa) - Viele Banken verlangen von ihren Kunden laut Stiftung Warentest noch immer überhöhte Dispozinsen. Wer sein Girokonto überzieht, zahlt bis zu 14,75 Prozent Zinsen, ergab ein Vergleich für die Zeitschrift «Finanztest». Besonders Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken im ländlichen Raum nutzten ihre Monopolstellung aus und schröpften die Kunden, kritisierte Stiftungsvorstand Hubertus Primus am Dienstag in Berlin. «Die größten Abzocker sind ausgerechnet die Kleinsten.» Die Tester verglichen die Konditionen von 1538 Banken und stießen auf große Unterschiede. Der günstigste Anbieter verlangte für den Dispo 4,2 Prozent. Der Durchschnitt lag bei 11,31 Prozent. Die Stiftung hält Dispozinsen von deutlich unter 10 Prozent für angebracht.

Kräftige Verluste an asiatischen Börsen - Wachstumssorgen belasten

Tokio/Jakarta/Mumbai (dpa) - Wachstumssorgen haben zu Wochenbeginn an fast alle großen Handelsplätzen in Asien kräftige Kursverluste ausgelöst. Die Anleger befürchteten eine konjunkturelle Abschwächung in der Region, sagten Börsianer. Insbesondere China und Indonesien könnten an Schwung verlieren, hieß es. Für Indonesiens Währung und Börsen ging es am Dienstag weiter rasant abwärts. In Indien schürt der anhaltende Absturz der Rupie Ängste vor negativen Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum.

Asien bleibt Thema an Europas Börsen - Dax ein Prozent im Minus

Frankfurt/Main (dpa) - Sorgen um schwindendes Wachstum in den aufstrebenden Ländern Asiens hat auch am Dienstag die Börsen in Europa belastet. Allerdings trat das Thema Asien angesichts positiv aufgenommener Zahlen einiger US-Unternehmen im Tagesverlauf etwas in den Hintergrund. Zuletzt stand der deutsche Leitindex noch 0,97 Prozent tiefer bei 8285 Punkten. Damit knüpfte er an seine Vortagesverluste an. Für den MDax ging es um 1,06 Prozent auf 14 572 Punkte bergab und der TecDax gab um 0,89 Prozent auf 1020 Punkte nach. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 1,39 Prozent. Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,55 Prozent am Vortag auf 1,54 Prozent. Der Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3392 (Montag: 1,3344) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7467 (0,7494) Euro.

zur Startseite

von
erstellt am 20.Aug.2013 | 16:21 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen