Die europäische Finanzsteuer kommt 2016

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06. Mai 2014, 13:16 Uhr

Mit einem Minimalkompromiss haben Deutschland und neun weitere EU-Staaten die Grundlage für eine Finanzsteuer gelegt. Sie soll ab 2016 erhoben werden, belastet werden Geschäfte mit Aktien und einigen Derivaten. Das sagte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) gestern in Brüssel. Die gesetzlichen Grundlagen sollen bis zum Jahresende geschaffen werden.

Welche Derivate besteuert werden, ist bisher offen. Die spekulativen Anlageprodukte waren im Zuge der Finanzkrise in die Kritik geraten. Mit der Finanztransaktionssteuer wollen die teilnehmenden EU-Staaten Spekulationen eindämmen und den Finanzsektor an den Kosten der Krise beteiligen. Bei einer vollständigen Umsetzung könnte die Steuer jährlich bis zu 34 Milliarden Euro in die Kassen der beteiligten Länder spülen, davon 12 Milliarden Euro in Deutschland. Das Vorhaben bleibt umstritten, London und Stockholm leisten Widerstand.

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