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DGB fordert faire Urlaubsgeld-Regeln

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der DGB Nord hat die Arbeitgeber aufgefordert, mehr Beschäftigten Urlaubsgeld zu zahlen. Flächendeckend sollten faire Urlaubsregelungen tarifvertraglich festgelegt werden. „Das wäre auch ein guter Beitrag zur Fachkräftegewinnung“, sagte der Chef des Gewerkschaftsbundes im Norden, Uwe Polkaehn. Weniger als die Hälfte der Beschäftigen erhielten Urlaubsgeld, benachteiligt seien vor allem Frauen. „Urlaub und gesunde Arbeitsbedingungen müssen aber sein, wenn man seine Arbeit bis zur Rente durchhalten will“, ergänzte Polkaehn.

Der DGB Nord verwies auf eine Umfrage der Hans-Böckler-Stiftung, derzufolge 50 Prozent der beschäftigten Männer, aber nur 38 Prozent der Frauen die Sonderzahlung erhielten. Wer in einem tarifgebundenen Unternehmen arbeite, komme häufiger in den Genuss von Urlaubsgeld als Mitarbeiter ungebundener Firmen. Die Höhe des tariflich vereinbarten Urlaubszuschlags falle je nach Branche unterschiedlich aus: Zwischen 155 Euro und 2204 Euro bekommen Beschäftigte in der mittleren Vergütungsgruppe als tarifliches Urlaubsgeld, so der DGB. Der DGB-Chef verwies darauf, dass Arbeitnehmern in Schleswig-Holstein ohnehin schlechtere Löhne gezahlt würden als anderswo in Deutschland. Die durchschnittlichen Bruttolöhne in Schleswig-Holstein lägen jährlich rund 2509 Euro unter dem deutschen Mittelwert.

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erstellt am 30.Mai.2014 | 13:08 Uhr

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