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Deutsche Bank: Aktionäre meutern gegen Boni-Pläne

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 22.Mai.2014 | 15:32 Uhr

Protest und unzufriedene Kleinaktionäre haben gestern für Unruhe auf der Hauptversammlung der Deutschen Bank gesorgt. Minutenlang skandierten die Unterstützer der Blockupy-Bewegung: „Deutsche Waffen, deutsches Geld morden mit in aller Welt.“ Aufsichtsrats-Chef Paul Achleitner ließ sie schließlich vom Sicherheitspersonal aus dem Raum führen. Doch auch mit den Kleinaktionären tat sich die Deutsche-Bank-Spitze schwer: Zu niedrige Gewinne, zu hohe Gehälter, lautete deren Kritik. Vor allem der Plan der Co-Chefs, Anshu Jain und Jürgen Fitschen, die Boni-Grenzen zu verdoppeln, stieß auf Widerspruch. „Vollkommen überzogen ist das“, zitierte der „Spiegel“ Markus Kienle von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger. Doch verhindern können die „Kleinen“ die Pläne nicht, die Mehrheit der Großaktionäre steht hinter der Bank-Spitze. Die Strategie, das klassische Bankgeschäft mit dem Investmentbanking zu kombinieren, stehe „ohne Wenn oder Aber“, betonte Jain später. Dagegen ziehen sich viele Konkurrenten aus weiten Teilen des Investmentbankings zurück. Bei der Deutschen Bank ist die Sparte für teure Altlasten verantwortlich. Für drohende juristische Niederlagen hat der Konzern 1,8 Milliarden Euro zurückgestellt. Die Rechtskosten könnten 2014 wie 2013 bei drei Milliarden Euro liegen.

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