zur Navigation springen

Bauarbeiten : Deutsche Bahn will ICE-Strecke Hannover-Kassel komplett sperren

vom

Vom 23. April bis zum 8. Mai soll die Strecke gesperrt werden. Auch Reisende aus Hamburg müssen mit Behinderungen rechnen.

shz.de von
erstellt am 31.Mär.2016 | 09:56 Uhr

Bahnreisende müssen sich einem Bericht zufolge bald auf erhebliche Behinderungen auf der wichtigen ICE-Strecke zwischen Hannover und Kassel einstellen. Die Deutsche Bahn will die Strecke wegen Bauarbeiten vom 23. April bis zum 8. Mai komplett sperren, wie die „Süddeutsche Zeitung“ am Mittwoch auf ihrer Internetseite berichtete. Eine Bahn-Sprecherin in Berlin wollte sich dazu am Abend nicht äußern. Die Trasse zwischen Hannover und Kassel gehört zu den wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen des Landes.

Wer zwischen München und Hamburg oder Frankfurt und Berlin unterwegs ist, nutzt oftmals die Verbindung zwischen Hannover und Kassel. Betroffen von der Sperrung sind auch Gäste der Industrieschau Hannover Messe (25. bis 29. April), die von Richtung Süden her mit dem Zug nach Hannover anreisen wollen.

Die Bahn müsse den Streckenabschnitt „kurzfristig“ sperren, schreibt die Zeitung unter Berufung auf ein internes Papier der Bahnsparte DB Fernverkehr. Reisenden drohen damit Umleitungen und verlängerte Fahrzeiten im großen Stil. Die Bahn arbeite derzeit an Lösungen für den Fahrplan. Bei den Bauarbeiten soll es dem Bericht zufolge um sogenannten Schotteroberbau gehen, auf dem Schwellen und Gleise liegen.

Bahnreisende müssen mit erheblichen Behinderungen rechnen.

Bahnreisende müssen mit erheblichen Behinderungen rechnen.

Foto: Screenshot bahn.de
 

Die Bahn hatte erst Anfang Februar angekündigt, die Zahl ihrer Bauprojekte in diesem Jahr deutlich zu erhöhen. Geplant sind nach Angaben des Unternehmens rund 850 Vorhaben, im vergangenen Jahr waren es 500.

Anfang Februar hieß es, auf der ICE-Strecke Hamburg-Hannover-Göttingen würden von Anfang Mai bis September in zwei Stufen Weichen und Gleise erneuert. Ab Mitte Juli sollen dabei täglich etwa 100 Fernzüge umgeleitet werden, was zu einer 40 Minuten längeren Fahrzeit führe. Dabei war von der neuen Baumaßnahme, von der die „Süddeutsche Zeitung“ nun berichtet, noch nicht die Rede.

Ein Schienennetz-Sanierungsprogramm des bundeseigenen Konzerns umfasst früheren Angaben zufolge 28 Milliarden Euro für die Jahre 2015 bis 2019. Ein solides Schienennetz gilt als Grundlage für einen zuverlässigen und pünktlichen Zugverkehr. 2015 allerdings erreichte jeder vierte Fernzug sein Ziel verspätet.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen