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Steigender Aktienindex : Dax rast auf 10.000 zu

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Die Politik des billigen Geldes der EZB sorgt für Kauflaune. Runde Marken sind vor allem Privatanlegern wichtig.

Der Dax hat am Dienstag erstmals in seiner Geschichte die Marke von 9900 Punkten geknackt. Nach einem Sprung bis auf 9907 Punkte musste der deutsche Leitindex allerdings seinem jüngsten Gipfelsturm Tribut zollen und trat bei einem Stand von 9892 Punkten auf der Stelle. Am Montag hatte er den vierten Tag in Folge zugelegt und sowohl im Handelsverlauf als auch auf Schlusskurs-Basis Rekordstände markiert.

Die Kurse im deutschen Leitindex und auch am breiten Aktienmarkt werden seit Monaten von der Politik des billigen Geldes der Europäischen Zentralbank getrieben. Der Leitzins liegt bei 0,25 Prozent, um die in weiten Teilen der Euro-Zone schwache Wirtschaft zu stützen. Banken und andere institutionelle Anleger können sich so billig Geld leihen und am Finanzmarkt investieren. Anleihen sind dabei weitgehend unattraktiv, weil bei Anleihen niedrige Zinsen zu hohen Preisen führen. Aktien profitieren deshalb überproportional von einer Politik des billigen Geldes. Hinzu kommt, dass politische Risiken für den Aktienmarkt, etwa die Lage in der Ukraine, in den vergangenen Tagen deutlich kleiner geworden sind.

Das Überschreiten runder Marken führt beim Dax meist für eine große Aufmerksamkeit in der breiten Öffentlichkeit. Profi-Anleger achten allerdings nicht so stark auf solche Marken. Sie orientieren sich vielmehr an mathematisch weitaus komplizierteren Kursschwellen wie gleitenden Durchschnitten  oder den MACD.

Für den MDax, der die 50 größten deutschen Werte nach dem Dax umfasst, ging es am Dienstagmorgen um 0,05 Prozent auf 16.803 Punkte hoch und der TecDax gewann 0,46 Prozent auf 1284 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank hingegen um 0,18 Prozent. Im Dax gehörten die Aktien des Konsumgüterherstellers Henkel mit plus 0,82 Prozent zu den Favoriten der Anleger. Sie profitierten von einem positiven Analystenkommentar der Schweizer Bank Credit Suisse.

Dagegen ging es für die Siemens-Titel um 0,47 Prozent bergab. Medienberichte, wonach der Industriekonzern weiter die Alstom-Bücher prüft und für die von General Electric (GE) ins Visier genommene Energie-Sparte weniger bieten dürfte als der US-Wettbewerber und als von den Franzosen erhofft, halfen den Aktien nicht.

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erstellt am 27.Mai.2014 | 10:24 Uhr

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