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Däne plant riesige Hühnermast-Anlage in Nordfriesland

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 11.Jan.2014 | 00:34 Uhr

Ein dänischer Unternehmer will im nordfriesischen Langenhorn eine riesige Hähnchenmast-Anlage errichten. Am Ortsrand sollen nach seinen Vorstellungen vier jeweils 2000 Quadratmeter große Hühnerställe entstehen, in der jeweils 40 000 Tiere gemästet werden. Das sind 160 000 Tiere – eine Größenordnung, die es bisher in Nordfriesland noch nicht gibt. Der Antrag zur Einleitung eines Bauleitplanungsverfahrens ging am 2. Dezember beim zuständigen Amt ein. Befürchtet wird allerdings ein massiver Protest der Anlieger. So sagt Rainer Block, Sprecher des Unternehmers, dass allein schon das Stichwort Hähnchenmast-Anlage für viele ein Reizwort sei. Deshalb sei Transparenz bei der Planung besonders wichtig. Bauen will die Mastanlage der gebürtige Däne Robert Helge Beck. Er betreibt in Langenhorn ein große Biogasanlage. Hier soll der Hühnerkot verwertet werden.

Die Mast der Hähnchen und Hühnchen soll laut Block nach dänischem Modell erfolgen. Das heißt: zu 100 Prozent frei von Medikamenten. „Es wird entsprechend auch keinen prophylaktischen Einsatz von Antibiotika geben“, betont Block. Das Konzept sieht vor: Die Tiere werden als Ein-Tages-Küken angeliefert. Sie laufen frei in der Halle, größtmögliche Hygiene ist gewährleistet. Nach etwa acht bis neun Wochen seien die Tiere schlachtreif. „Wir distanzieren uns von den großen Schlachthof-Konzernen“, so Block. Das Federvieh soll auf möglichst kurzen Transportwegen zu einem freien Schlachthof gefahren werden.

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