Color Line auf Erfolgskurs

Die „Color-Fantasy“ fährt seit neun Jahren für die erfolgreiche norwegische Reederei.
Die „Color-Fantasy“ fährt seit neun Jahren für die erfolgreiche norwegische Reederei.

Mini-Kreuzfahrten zwischen Kiel und Oslo sorgen für Rekordgewinn / Schiffe zu 88 Prozent ausgebucht

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27. November 2013, 00:33 Uhr

Die beiden Flaggschiffe der norwegischen Reederei Color Line fahren auf der Strecke Kiel – Oslo weiterhin auf Erfolgskurs. Auch neun Jahre nach Indienststellung der „Color-Fantasy“ und sechs Jahre nach Inbetriebnahme des Schwesterschiffs „Color Magic“ haben die Kurz-Kreuzfahrttrips über die Ostsee nicht an Attraktivität verloren. Im laufenden Jahr werden auf der Route voraussichtlich 1,2 Millionen Passagiere befördert und damit erneut ein Rekordergebnis eingefahren. „Das Geschäftsjahr ist gut gelaufen“, sagte Geschäftsführer Jörg Rudolph gestern in Kiel. Der Umsatz habe sich um sieben Prozent erhöht. Die Auslastung der beiden Schiffe liege bei erfreulichen 88 Prozent. Im Sommer seien es 100 Prozent.

45 Prozent der Passagiere sind Bundesbürger, die immer häufiger Oslo als Städtereiseziel ansteuern und die Mini-Kreuzfahrt in Kombination mit einer Hotelübernachtung in Oslo buchen. Inzwischen gibt es auch ein korrespondierendes Angebot für die Norweger in Deutschland. Von den Norwegern komme jeder zweite nur zum Einkaufen nach Kiel. Von der anderen Hälfte mit touristischen Interessen ziehe es 65 Prozent nach Hamburg, 10 bis 15 Prozent nach Lübeck und gut 10 Prozent nach Kiel.

Mit Erfolg hat Color Line laut Rudolf das Konferenz- Angebot auf den Schiffen vermarktet. Immer öfter nutzen Unternehmen – darunter internationale Konzerne – die Mini-Kreuzfahrt, um Mitarbeiter zu schulen. 10000 deutsche und 50 000 norwegische Gäste tagten in diesem Jahr an Bord. Die beiden Schiffe, die in diesem Jahr für rund 60 Millionen Euro „aufgefrischt“ wurden, behaupten sich allerdings auch als Transporter gut auf dem Markt. So starten mit der Color Fantasy und Color Magic viele deutsche und niederländische Urlauber in die Norwegenferien. Gleichzeitig legte der Gütertransport per Lkw oder Auflieger um drei Prozent zu . Weil es hier in den Sommermonaten schnell zu Kapazitätsengpässen kommt, ist nach wie vor der Einsatz eines dritten Schiffes ab Kiel – hier eines reinen Frachtschiffes – im Gespräch. Möglicherweise wird dieser Plan schon in der Saison 2014 umgesetzt. 2015 folgt dann der energetische Umbau der beiden Flaggschiffe: Sie bekommen moderne Filtersysteme, um die Emission zu senken.

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