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Li Keqiang : Chinas Premier zu Gast beim „Hamburg Summit“

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Hochkarätiger Wirtschaftsgipfel in Hamburg: „China meets Europe“. Zuvor kommt es zum Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin.

shz.de von
erstellt am 10.Okt.2014 | 09:51 Uhr

Hamburg | Eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und chinesische Investitionen in Europa stehen im Mittelpunkt des sechsten „Hamburg Summit: China meets Europe“ in Hamburg. Auf der international besetzten Konferenz am Freitag und Samstag in der Handelskammer werden unter anderem Chinas Ministerpräsident Li Keqiang, Luxemburgs Premierminister Xavier Bettel, EU-Parlamentspräsident Martin Schulz, EU-Handelskommissar Karel De Gucht sowie Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) erwartet.

Daneben diskutieren nach Angaben der Handelskammer rund 600 Teilnehmer unter anderem über die Themen Urbanisierung und die chinesischen Wirtschaftsreformen, die auf dem dritten Plenum der kommunistischen Partei Chinas im November 2013 beschlossen wurden.

Den Auftakt zur Konferenz machen am Freitag nach der offiziellen Eröffnung durch Handelskammerpräses Fritz Horst Melsheimer und Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD), Luxemburgs Premierminister Bettel und der Chef der chinesischen Reederei Cosco, Li Yunpeng. Die China Ocean Shipping (Group) Company in Peking ist eine der größten Reedereien der Welt. Ihre Europazentrale hat ihren Sitz in Hamburg. Zum Abschluss des ersten Konferenztages in der Hansestadt ist ein Vortrag von EU-Kommissar De Gucht zu den europäisch-chinesischen Handelsbeziehungen nach dem dritten Plenum vorgesehen.

Chinas Ministerpräsident Li Keqiang, der am Freitag für offizielle deutsch-chinesische Regierungsgespräche zunächst nach Berlin zu Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) reist, wird mit seiner rund hundertköpfigen Delegation am Samstag zu seinem ersten Besuch in Hamburg erwartet. Noch vor seinem Auftritt in der Handelskammer sind neben einem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt politische Gespräche unter anderem mit Bürgermeister Scholz und Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit geplant. Der Ehrengast des „Hamburg Summits“ ist als Redner beim Abschlussessen des Kongresses vorgesehen - ehe er nach Moskau weiterreist.

Parallel zur Wirtschaftskonferenz „Hamburg Summit“ und dem Besuch von Li Keqiang haben Menschenrechtsgruppen für Samstag eine Mahnwache vor der Handelskammer angekündigt. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), die Tibet-Initiative Deutschland und der Verein der Tibeter in Deutschland wollen dabei auf zunehmende Repressionen gegen Menschenrechtsverteidiger aufmerksam machen. Am Donnerstag hatte die GfbV in Berlin einen 56-seitigen Report veröffentlicht, in dem beispielhaft das Schicksal von 347 Uiguren, Mongolen, Tibetern und Han-Chinesen nachgezeichnet wird, die in den vergangenen zwei Jahren wegen ihres Eintretens für Menschenrechte verfolgt worden sind.

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