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Sparprogramm : Chemie-Riese Bayer reagiert auf Kunststoff-Krise

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Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer plant weitere Kostensenkungen vor dem Hintergrund eines schwächelnden Kunststoffgeschäfts.

„Mit den Arbeitnehmervertretern werden entsprechende Gespräche geführt“, sagte Konzernchef Marijn Dekkers am Montagabend vor Journalisten in Leverkusen. „Wir müssen weiter Kosten sparen und noch effizienter werden“, erklärte er mit Blick auf den Teilkonzern MaterialScience. Dieser steht für rund ein Viertel der Umsätze des Gesamtkonzerns von fast 40 Milliarden Euro. Dekkers machte aber keine Angaben zu möglichen Arbeitsplatzverlusten. Dies werde zunächst intern besprochen. Insgesamt sprach er von „kleineren Anpassungen“.

Das MaterialScience-Geschäft sei derzeit von Überkapazitäten im Markt geprägt - bei gleichzeitig hohen Rohstoff- und Energiekosten, sagte Dekkers. Die in den vergangenen Jahren zusätzlich entstandenen Produktionsanlagen träfen auf ein langsameres globales Marktwachstum.

Insbesondere in China sei in den letzten neun Monaten ein geringeres Wachstum zu verzeichnen, erklärte er. Die Margen seien entsprechend unter Druck. Im zweiten Quartal war die Marge, also der Anteil des Gewinns am Umsatz, im Jahresvergleich bereits deutlich gesunken.

Mittelfristig erwartet Dekkers aber eine Entspannung der Lage: „Wir rechnen damit, dass sich in den nächsten zwei, drei Jahren die Margen wieder verbessern, da die Auslastung der Anlagen zunehmen dürfte.“ Trotz der Schwächen im Kunststoffgeschäft zeigte sich Dekkers für die Zukunft des Gesamtkonzerns sehr zuversichtlich. Grund sei das durch neue Produkte getriebene Wachstum des Gesundheits- (HealthCare) und Agrochemiegeschäfts (CropScience).

Mit weltweit 113.000 Mitarbeitern und fast 40 Milliarden Euro Umsatz gehört Bayer zu den führenden deutschen Pharma- und Chemieunternehmen. Rund 14.400 Mitarbeiter davon sind im Teilkonzern MaterialScience beschäftigt. Die Gesundheitssparte ist die tragende Säule des Geschäfts. Fast 50 Prozent des Umsatzes entfällt auf den Bereich. Neben dem Geschäft mit hochwertigen Kunststoffen kommt dazu noch die Sparte Pflanzenschutz (Herbizide, Saatgut).

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erstellt am 17.Sep.2013 | 13:00 Uhr

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