Chemie-Branche warnt vor Mindestlohn: Förderung auf der Kippe

shz.de von
11. Juni 2014, 15:12 Uhr

Die Kritik am Mindestlohn-Gesetz reißt nicht ab. Jetzt warnt der Arbeitgeberverband ChemieNord vor dem Aus von Förderprogrammen. Ihm zufolge ist die Bereitschaft der Unternehmen in Norddeutschland, sich an solchen Programmen zu beteiligen, zuletzt aus Sorge vor dem Mindestlohn zurückgegangen. Beim Programm Startplus beispielsweise sollen benachteiligte, jungen Menschen über Praktika der Weg in eine Ausbildung finden. Die Teilnehmer erhalten dafür 450 Euro monatlich. Nach dem Gesetzesentwurf von Arbeitsministerin Andrea Nahles müsste vielen der Teilnehmer künftig jedoch der Mindestlohn gezahlt werden. Der ChemieNord-Hauptgeschäftsführer Jochen Wilkens warnt, dass funktionierende Förderprogramme, die von Arbeitgebern und Gewerkschaften entwickelt wurden, so konterkariert würden.

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