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Lizenznehmer Yi-Ko : Burger King: Weitermachen, solange Fleisch da ist

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Burger King hat dem Franchise-Nehmer Yi-Ko gekündigt. Der will sich wehren. In SH und Hamburg sind keine Filialen betroffen.

89 Burger-King-Filialen in Deutschland sollen geschlossen werden - doch der Franchise-Nehmer Yi-Ko Holding will weiter Burger verkaufen. Der Interims-Geschäftsführer von Yi-Ko, Dieter Stummel, kündigte an, die Restaurants sollen weiter geöffnet bleiben, solange Ware vorhanden sei. Das „Handelsblatt“ zitierte Stummel mit den Worten, er wolle mit einer einstweiligen Verfügung vor Gericht erreichen, dass die Restaurants vorerst weitermachen können. Die Kündigung am Dienstagabend sei überraschend erfolgt. Eine schwerwiegende Vertragsverletzung liegt nach Stummels Überzeugung nicht vor. Sollten die Filialen nicht mehr öffnen können, wäre die Insolvenz des Unternehmens die Folge, sagte er.

Die Fastfood-Kette hatte ihrem größten deutschen Lizenznehmer gekündigt - nachdem die RTL-Sendung „Team Wallraff - Reporter Undercover“ im April über mangelnde Hygiene und schlechte Arbeitsbedingungen bei dem Burger-King-Lizenznehmer berichtet hatte. Mehrere Filialen wurden daraufhin zeitweise geschlossen. Einer der Gesellschafter des Franchise-Nehmers zog sich laut Burger King aus der Geschäftsführung zurück. In der Mitteilung hieß es nun, „trotz anfänglicher Erfolge“ habe man feststellen müssen, dass Yi-Ko erneut gegen Vereinbarungen verstoßen habe. So habe der besagte Gesellschafter „fortwährend Einfluss auf das Tagesgeschäft“ genommen. Zudem sei gegen Arbeitsverträge verstoßen worden, und Schichten in den Restaurants seien unterbesetzt gewesen.

Nach Darstellung der RTL-Redaktion beruht die jetzt erfolgte Kündigung auf neuen Rechercheergebnissen zu Hygiene- und Arbeitsbedingungen bei Yi-Ko, mit denen man die Geschäftsführung von Burger King vor knapp einer Woche konfrontiert habe. Ein Burger-King-Sprecher erklärte dazu: „In der Wahrnehmung mag das vielleicht so aussehen. Richtig ist aber, dass wir an dem Thema seit einiger Zeit dran sind.“ Eine so weitreichende Entscheidung werde nicht über Nacht getroffen. „So haben sich die Dinge überschnitten.“

Der Schritt betrifft etwa jede siebte deutsche Filiale des US-Unternehmens und damit insgesamt rund 3000 Beschäftigte - vor allem in NRW, Bayern und Hessen. In Schleswig-Holstein und Hamburg hat Yi-Ko keine Burger-King-Läden. Komme der Franchise-Nehmer den Forderungen nicht nach, werde man gerichtliche Hilfe in Anspruch nehmen, sagte eine Burger-King-Sprecherin „Focus Online“.

Andreas Bork, Geschäftsführer von Burger King Deutschland, äußerte sich dazu auch in einer Video-Botschaft auf Facebook:

Die Reaktionen: viel Lob für das Durchgreifen, viel Unbehagen gegenüber Fastfood-Ketten. Und auch persönliche Betroffenheit.

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erstellt am 20.Nov.2014 | 11:07 Uhr

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