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Bundesbürger kauften 2013 Fisch und Meeresfrüchte für 3,4 Milliarden Euro

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Verbraucher in Deutschland entscheiden sich beim Kauf von Fisch und Meeresfrüchten zunehmend für höherwertige und teurere Produkte. Bei einer unveränderten Einkaufsmenge von knapp 410 000 Tonnen hatten die Einkäufe insgesamt einen Wert von 3,4 Milliarden Euro, das sind 4,3 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Fisch-Informationszentrum (FIZ) gestern in Hamburg mitteilte. Dabei gewannen Lachs und Forelle Marktanteile, während Hering und Pangasius zurückfielen.

„Der Markt hat durch eine Vielzahl von Maßnahmen neue Impulse erhalten“, sagte der FIZ-Vorsitzende Thomas Lauenroth. Dazu zählten nicht nur Verbesserungen bei Kühltruhen und Verpackungen, sondern auch zunehmende Transparenz und Informationen zur Herkunft des Fischs. Im laufenden Jahr rechnet das FIZ mit einem Wachstum von einem Prozent in der Menge und drei Prozent beim Wert.

Im Widerspruch dazu ging der Pro-Kopf-Verbrauch von 14,8 auf 13,7 Kilogramm zurück. Dieser Rückgang sei im Wesentlichen auf einen verringerten Verbrauch im Außer-Haus-Verzehr zurückzuführen, während die Einkäufe privater Haushalte von Fisch und Meeresfrüchten auf hohem Niveau stabil geblieben sind. Alternative Berechnungen wiesen auf eine stabile Verfassung des Marktes hin. Grund für die Abweichung könnten aber auch statistische Ungenauigkeiten bei der Erfassung des Handels innerhalb der EU sein.


Die Deutschen lieben Seelachs und Lachs


Die Fischwirtschaft profitiere auch davon, dass Discounter wie Aldi und Lidl in ihren Filialen vermehrt Fischtheken einrichteten. „Damit wird Frischfisch für mehr Verbraucher erreichbar, und das fördert den Absatz“, sagte FIZ-Geschäftsführer Matthias Keller. Die Discounter verkaufen mehr als 40 Prozent aller Fische und Fischprodukte, die restlichen Super- und Verbrauchermärkte nochmals 37 Prozent. Der deutsche Markt wird dominiert von Tiefkühl-Erzeugnissen wie Fischstäbchen oder Fertigfilets mit einem Anteil von 30 Prozent.

Deshalb ist der Alaska-Seelachs, der als Grundlage vieler dieser Produkte dient, mit einem Anteil von 22,3 Prozent der beliebteste Fisch in Deutschland vor Lachs (17,1), Hering (16,2), Thunfisch (13,0), Forelle (5,1), Pangasius/Welse (3,5) und Kabeljau (2,8). Das zweite wesentliche Marktsegment sind Marinaden und Konserven mit 27 Prozent Marktanteil. Der Rest entfällt auf Krebs- und Weichtiere (14 Prozent), Räucherfisch (12) und Frischfisch (10).

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erstellt am 04.Sep.2014 | 14:07 Uhr

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