Brunsbüttel bewirbt sich als Gasimport-Terminal

shz.de von
19. September 2014, 12:20 Uhr

Der Hafen von Brunsbüttel bringt sich bei der Bundesregierung als potenzieller Standort für einen Gasimport-Terminal (LNG: liquefied natural gas oder Flüssigerdgas) in Stellung. Angesichts der sich verschärfenden Ukrainekrise ergeben sich aus Sicht der Unternehmen des ChemCoast Park Brunsbüttel Unsicherheiten in der Gasversorgung– vor allem aus Russland. Sollte es zu Ausfällen kommen, entstünden dramatische wirtschaftliche Folgen für den Produktionsstandort Deutschland, heißt es in einem Brief des ChemCoast Parks an das Bundeswirtschaftsministerium. Deswegen sollte zwingend über alternative und unabhängige Gasversorgungskonzepte nachgedacht werden. So plant die Brunsbüttel Ports GmbH eine LNG-Bunkerstation für die Versorgung der Seeschifffahrt mit Flüssiggas. Auch könnte von dort die ansässige Industrie versorgt werden. Über das vorhandene Gas-Pipeline Netz könnte LNG bundesweit verteilt werden. Bislang gibt es in Deutschland noch kein Importterminal für Flüssigerdgas.

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