Brüssel will klare Bedingungen für Praktika

shz.de von
05. Dezember 2013, 00:35 Uhr

Praktikanten sollen nach dem Willen der EU-Kommission künftig besser über Bezahlung, Arbeitszeiten und die Möglichkeit einer späteren Anstellung informiert werden. EU-Arbeitskommissar Laszlo Andor schlug in Brüssel Qualitätsstandards vor, die für mehr Transparenz sorgen sollen. „Viel zu häufig können Arbeitgeber Praktika als Quelle für günstige oder sogar kostenlose Arbeit nutzen“, sagte Andor. „Einer jüngeren Umfrage zufolge genügt eins von drei Praktika nicht dem Standard.“ Mehr Klarheit will er durch schriftliche Vereinbarungen schaffen: Darin sollen beide Seiten etwa Angaben zu Lernzielen, Betreuung, Arbeitszeit und Bezahlung festhalten. Zudem möchte Andor die Dauer auf sechs Monate begrenzen. Schon in der Ausschreibung müsste stehen, ob der Posten bezahlt ist. Die Vorschläge sind eine Empfehlung an die EU-Staaten. Die Standards sollen für Firmen gelten, ebenso wie für Behörden oder Organisationen, die Praktikanten beschäftigen. Praktika, die Teil eines Studiums oder der Berufsausbildung sind, wären davon ausgenommen.

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