Jahresbericht der EU-Betrugsermittler : Brüssel: „Olaf“ empfiehlt Rückforderung von 631 Millionen Euro

Die EU-Behörde Olaf (European Anti-Fraud Office).
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Die EU-Behörde Olaf (European Anti-Fraud Office).

Die Behörde machte zuletzt mit Ermittlungen gegen Marine LePen und Martin Schulz auf sich aufmerksam.

shz.de von
31. Mai 2017, 11:46 Uhr

Brüssel | Betrugsbekämpfer der EU haben im vergangenen Jahr in 346 Fällen die Rückforderung von Geldern aus dem europäischen Gemeinschaftshaushalt empfohlen. Insgesamt könnten die zuständigen Stellen 631 Millionen Euro wieder einziehen, teilte das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung (Olaf) am Mittwoch in Brüssel mit.

Schlagzeilen machten die EU-Betrugsbekämpfer zuletzt unter anderem mit Ermittlungen gegen die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen. Sie sieht sich nach einem offiziellen Olaf-Verfahren mit Rückforderungen des EU-Parlaments in Höhe von rund 339.000 Euro konfrontiert, weil zwei ihrer Parlamentsassistenten nach Erkenntnissen der Ermittler gar nicht wie vorgeschrieben in der Volksvertretung tätig waren.

Ergebnislos blieb hingegen eine Voruntersuchung zu Vorwürfen der Vetternwirtschaft gegen den früheren EU-Parlamentspräsidenten und SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz. Bei ihm wurden keinerlei Hinweise auf juristisch relevantes Fehlverhalten festgestellt.

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