Bombe tickt noch

markus lorenz

shz.de von
06. Juni 2014, 13:17 Uhr

So schön die Quartalszahlen der HSH Nordbank auch klingen: Über den Berg ist die Landesbank von Schleswig-Holstein und Hamburg trotz eines dreistelligen Gewinns zum Jahresauftakt nicht. Und die Manager um Vorstandschef von Oesterreich und Aufsichtsratsboss Mirow wissen das nur zu genau. Was gestern wie das Licht am Ende des Tunnels erschien, könnte ebenso gut nur Strohfeuer sein. Ja, die Krisenbank, ist dabei, sich einen neuen Markenkern zu geben und legt im Neukundengeschäft kräftig zu. Viel mehr als ein erster Schritt auf einem langen Weg ist das freilich nicht. Zum einen muss sich noch zeigen, ob die Staatsbank im beinharten Konkurrenzkampf in diesem Feld dauerhaft reüssieren kann. Schwerwiegender noch sind die Mühlsteine, die den HSH-Sanierern bei ihrem Gang am Abgrund um den Hals hängen. Allen vor an die nicht enden wollende Schifffahrtskrise, die der Bank immer noch die Insolvenz bringen kann. EZB-Stresstest und EU-Prüfverfahren sind weitere Risiken mit beängstigender Sprengkraft. Die Zeitbombe mag etwas leiser klingen. Aber sie tickt noch.

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