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Börse in Frankfurt : Dax steigt trotz schwachem ZEW-Index über 12 200 Punkte

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Der deutsche Aktienmarkt hat sich auch von enttäuschenden Konjunkturdaten nicht in seinem Vorwärtsdrang bremsen lassen.

Als kursstützend erwies sich dabei der nachgebende Eurokurs, der bis zum Mittag wieder klar unter die Marke von 1,18 US-Dollar zurückgefallen war. Am frühen Nachmittag stieg der Dax kurzfristig sogar über 12 200 Punkte. Zuletzt gewann der deutsche Leitindex 1,07 Prozent auf 12 195,12 Punkte, nachdem er am Vortag gut 0,8 Prozent eingebüßt hatte.

Für den MDax, der die Aktien mittelgroßer deutscher Unternehmen abdeckt, ging es am Dienstag um 0,70 Prozent auf 24 873,91 Punkte aufwärts. Der Technologiewerte-Index TecDax rückte um 0,88 Prozent auf 2265,38 Zähler vor. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann rund 0,74 Prozent.

Die Wirtschaftserwartungen deutscher Finanzexperten haben sich im August überraschend kräftig eingetrübt: Der Konjunkturindikator des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) fiel um 7,5 Punkte auf 10,0 Zähler. Bankvolkswirte hatten nur einen Rückgang auf 15,0 Punkte erwartet. Dies war der dritte Dämpfer in Folge. Im Mai hatte der Indikator noch bei 20,6 Punkten den höchsten Stand seit August 2015 erreicht. Seitdem ist er im Sinkflug.

Nachdem die politischen Querelen in Washington sowie der Konflikt zwischen den USA und Nordkorea zunächst etwas in den Hintergrund gerückt sind, richtet sich das Marktinteresse verstärkt auf das Notenbanker-Treffen im US-amerikanischen Jackson Hole.

An der Konferenz, die an diesem Donnerstag beginnt, nehmen sowohl EZB-Chef Mario Draghi als auch die Chefin der US-Notenbank Fed, Janet Yellen, teil. «Die Märkte sind erpicht darauf zu erfahren, ob höhere Zinsen in einem inflationsarmen und von hohen Schulden geprägten Umfeld notwendig oder überhaupt möglich sind», kommentierte Börsenexperte Jochen Stanzl von CMC Markets.

Unter den Einzelwerten standen Aurubis mit einem Gewinn von 2,7 Prozent an der MDax-Spitze im Fokus. Zuvor war der Kupferpreis in London um 1,5 Prozent auf den höchsten Stand seit November 2014 gestiegen. Die Papiere des Stahlkonzerns Salzgitter, der mit 25 Prozent an Aurubis beteiligt ist, legten um 2,3 Prozent zu. Am 1. August war der Kurs der Hamburger Kupferschmelze mit 77,84 Euro auf ein Rekordhoch gestiegen. Anschließend hatte er wieder nachgegeben und war vorübergehend unter 70 Euro gefallen.

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei 0,17 Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,01 Prozent auf 141,48 Punkte. Der Bund-Future fiel zuletzt um 0,16 Prozent auf 164,24 Punkte. Für den Euro wurden 1,1758 US-Dollar gezahlt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Vortag auf 1,1761 Dollar festgesetzt.

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erstellt am 22.Aug.2017 | 14:59 Uhr

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