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Wirtschaft

24. August 2017 | 01:35 Uhr

Bitter, aber besser

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Ja, es wird wehtun. Wenn sich die Windindustrie erstmals in Hamburg zu ihrer Welt-Leitmesse versammelt, dann werden die Macher der Husum Wind noch mal kurz schlucken müssen. Viele Jahre hatten sie das Toptreffen an der Nordsee organisiert und groß gemacht, jetzt ziehen Siemens, Vestas, und all die anderen Schwergewichte weiter. Schleswig-Holstein hat das Schaufenster einer der wichtigsten Zukunftsindustrien überhaupt verloren. Das ist und bleibt bitter, schließlich stand die Wiege der Windindustrie an Nord- und Ostsee. Aber: Auf Sicht war die Messe ohnehin nicht am Deich zu halten. Seit Beginn der Energiewende hat das Geschäft mit dem Strom Dimensionen erreicht, für die eine Kreisstadt die berühmte Nummer zu klein ist. Besser also, die Topmesse bleibt in Norddeutschland und wandert nicht ins Ausland ab. Zumal die Husumer Messegesellschaft beim Event an der Elbe mitmischt. Klingt nach einer prima Partnerschaft. Husum sollte aber schon darauf achten, dass das große Hamburg die kleine Keimzelle nicht irgendwann doch vergisst.

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von
erstellt am 22.Mai.2014 | 13:38 Uhr

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