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Bessere Bezahlung für Männer : Birkenstock: Frauen klagen gegen ungleiche Löhne

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Weiblichen Mitarbeitern in der Produktion ist für die gleiche Arbeit gut ein Euro weniger pro Stunde gezahlt worden.

shz.de von
erstellt am 09.Mär.2015 | 11:58 Uhr

Der Schuhhersteller Birkenstock hat viele Jahre seinen weiblichen Angestellten einen geringeren Lohn gezahlt. Dies berichtet Spiegel online.  Bis 2013 erhielten Frauen einen Euro weniger pro Stunde als ihre männlichen Kollegen.  Doch einige Frauen wehren sich und verklagten das Unternehmen.

Mittlerweile haben über 100 Mitarbeiterinnen bei verschiedenen Gerichten für eine gleiche Bezahlung geklagt. Den Stein ins Rollen brachte eine Mitarbeiterin der Birkenstock-Tochter Fußbett Schuhproduktion. Sie erfuhr 2012 auf einer Betriebsversammlung von der unterschiedlichen Bezahlung. Laut Spiegel bekamen Frauen von 2010 bis 2012 einen Stundenlohn von 8,72 Euro. Männer erhielten 9,86 Euro. Die ungleiche Bezahlung wirkte sich auch auf das Weihnachts- und Urlaubsgeld aus.

Sie zog sie vor das Koblenzer Arbeitsgericht - und bekam Recht. Birkenstock wurde zu einer Nachzahlung von 7500 Euro sowie zu einer Entschädigung von 3500 Euro verurteilt.

Die rund 100 Klägerinnen wollen den entgangenen Lohn und eine Entschädigung vom Gericht zugesprochen bekommen. Sollten sie recht bekommen, könnten Zahlungen in Millionenhöhe auf Birkenstock zukommen.

Die Birkenstock-Gruppe bestätigte die ungleichen Lohnzahlungen. Es handele sich um „Altlasten aus der Vergangenheit“, von denen sich die Anfang 2013 angetretene neue Geschäftsführung und Gesellschafterstruktur „in aller Klarheit“ distanziere, sagte der Sprecher der Birkenstock-Gruppe am Montag in Neustadt/Wied.

Die ungleichen Löhne rührten aus einer Zeit, in der Männer noch körperlich schwere Arbeiten ausgeführt hätten. Seit Anfang 2013 bezahlt Birkenstock Männer und Frauen gleich.

SPD-Politiker Ralf Stegner hat zu dem Vorgehen bei Birkenstock jedenfalls eine klare Meinung:

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