Bewerbung: Noten allein entscheiden nicht

shz.de von
18. November 2014, 17:29 Uhr

Der Streit um bestimmte Formulierungen in Arbeitszeugnissen landet immer häufiger vor Gericht. Nötig ist das nicht, sagen Experten. „Die Bedeutung von Arbeitszeugnissen hat deutlich abgenommen“, sagt Joachim Sauer, Präsident des Bundesverbands der Personalmanager. Viel entscheidender als ein Zeugnis sei der Eindruck, den ein Bewerber im persönlichen Gespräch hinterlasse. Das sieht auch Kai Haake, Geschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater, so. „Das persönliche Kennenlernen ist extrem wichtig.“

Auch wenn der persönliche Eindruck im Gespräch bei einer Bewerbung oft entscheidend sei, sollte man die Bedeutung von Arbeitszeugnissen nicht unterschätzen, mahnt hingegen Cynthia Sende vom Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialpsychologie der Universität Erlangen-Nürnberg. „Sie sind sicherlich nicht das Hauptkriterium bei der Beurteilung eines Bewerbers, aber wenn sie eine Vorauswahl machen auf Basis der Bewerbungsunterlagen, haben sie noch keine weitergehenden Informationen.“

Noch wichtiger als die Zeugnisse sei aber der Lebenslauf, auch aus dem Anschreiben zögen die Personalchefs wichtige Informationen.

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