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Bewährungsstrafe für Ex-Chef der BayernLB

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der Prozess um den Milliarden-Fehlkauf der Hypo Group Alpe Adria ist für Ex-BayernLB-Chef Werner Schmidt mit einer Bewährungsstrafe zu Ende gegangen. Nach einem Deal zwischen den Prozessbeteiligten verurteilte das Landgericht München Schmidt gestern wegen Bestechung eines europäischen Amtsträgers zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten – auf Bewährung. Zudem soll er 100 000 Euro zahlen. Dagegen ist der Untreue-Vorwurf gegen Schmidt im Zusammenhang mit dem HGAA-Erwerb 2007 vom Tisch.

Schmidt hatte die Bestechung des früheren Kärntner Landeshauptmanns Jörg Haider eingeräumt. Dieser soll 2,5 Millionen Euro für das Klagenfurter Fußballstadion gefordert haben, damit er dem Verkauf der HGAA zustimmt. 2008 starb Haider. Schmidts Geständnis hatte die Anklage zur Bedingung dafür gemacht, dass sie einer Teileinstellung des Verfahrens zustimmt. Für den Untreuevorwurf sei kein Tatnachweis zu erbringen, sagte der Vorsitzende Richter Joachim Eckert. Es sei damals im Interesse des Freistaates gewesen, die HGAA zu kaufen. „Im Nachhinein sind alle schlauer“, so Eckert.  Schmidt habe sich von Haider „über den Tisch ziehen lassen“. Dabei sei es ihm aber nicht um persönlichen Eigennutz gegangen.

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erstellt am 27.Okt.2014 | 15:52 Uhr

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