Fährreederei : Berichte: Spekulationen um möglichen Scandlines-Verkauf

Eine Fähre der Reederei Scandlines. /Archiv
Eine Fähre der Reederei Scandlines. /Archiv

Es wird über eine Verkaufssumme von 700 Millionen Euro gemutmaßt.

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21. Dezember 2017, 10:53 Uhr

Rostock/Hamburg | Der britische Finanzinvestor 3i plant Medienberichten zufolge den Verkauf der Fährreederei Scandlines. Wie die „Ostsee-Zeitung“ unter Berufung auf die britische Tageszeitung „Sunday Times“ berichtete, ist eine Verkaufssumme von 700 Millionen Euro im Gespräch. 3i hatte 2007 zusammen mit der Allianz Capital sowie der Deutschen Seereederei (DSR) die Reederei gekauft. Als Kaufpreis wurden damals 1,5 Milliarden Euro genannt.

2010 übernahmen die beiden Investoren die DSR-Anteile, im Dezember 2013 wurde 3i alleiniger Besitzer. Mögliche Gründe für den Wertverfall könnte die künftige Konkurrenz durch den geplanten Fehmarnbelt-Tunnel sein.

Eine Scandlines-Sprecherin wollte die aktuellen Spekulationen nicht kommentieren. „Prinzipiell stehen wir immer zum Verkauf.“ Der Eigentümer entscheide, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist. „Wenn Interesse an unserer Firma besteht, freuen wir uns, denn das bedeutet, dass wir gute Arbeit geleistet haben.“

Das Unternehmen mit insgesamt 1500 Mitarbeitern machte 2016 einen Umsatz von 470 Millionen Euro. Scandlines hat mit Rostock-Gedser, Puttgarden-Rødby und Helsingør-Helsingborg drei Fährrouten im Angebot.

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