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Verdacht der Beihilfe zur Steuerhinterziehung : Berenberg Bank: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Verantwortliche

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Ärger für die Privatbank Berenberg: Laut einem Medienbericht wird in Nordrhein-Westfalen gegen Verantwortliche ermittelt.

Hamburg/Köln | Die Staatsanwaltschaft in Köln und nordrhein-westfälische Steuerfahnder ermittelt seit dieser Woche gegen die Privatbank Berenberg wegen des Verdachts der Beihilfe zur Steuerhinterziehung. Das berichtet „Spiegel Online“ am Freitag. Die Ermittlungen richteten sich gegen Verantwortliche in Deutschland, der Schweiz und Luxemburg – darunter offenbar auch Berenberg-Chef Hans-Walter Peters. Dieser war erst zu Beginn der Woche zum Präsidenten des Bundesverbands deutscher Banken ernannt worden.

Die Berenberg-Bank gehört nach Recherchen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung zu den Geldinstituten, die besonders eng mit der umstrittenen Anwaltskanzlei „Mossack Fonseca“ zusammenarbeitete.

Der Bericht von „Spiegel Online“ wurde von Staatsanwaltschaft und Steuerbehörden mit Verweis auf das Steuergeheimnis weder bestätigt noch dementiert. Die Berenberg-Bank habe bislang keine Kenntnis über ein Ermittlungsverfahren gegen Peters, heißt es in dem Bericht. Man arbeite jedoch mit den Behörden eng zusammen. Peters hatte bisher stets betont, gesetzliche Vorgaben habe sein Institut immer erfüllt.

Laut NDR stehen die Ermittlungen nicht im Zusammenhang mit den Panama Papers, sondern fußen auf Unterlagen, die Steuerbehörden in Nordrhein-Westfalen aus einer unbekannten Quelle für rund eine Million Euro angekauft hatten. In dem Bericht heißt es, die Ermittler gingen offenbar davon aus, dass die Luxemburger Berenberg womöglich Geld deutscher Kunden vor dem Fiskus versteckt hat.

 

 

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erstellt am 15.Apr.2016 | 20:12 Uhr

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