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Tarifkonflikt mit der Bahn : Bahnstreik abgewendet: Verhandlungen mit GDL gehen weiter

vom

Die Deutsche Bahn gibt Entwarnung. Die Lokführergewerkschaft will vorerst nicht streiken.

shz.de von
erstellt am 23.Feb.2015 | 15:24 Uhr

Berlin | Bei der Deutschen Bahn ist ein Streik der Lokführergewerkschaft GDL vorerst abgewendet. Wie die Bahn am Montag mitteilte, werden die Tarifverhandlungen am Donnerstag fortgesetzt. Beide Seiten hätten in intensiven Gesprächen in den vergangenen Tagen „Ergebnisse zur künftigen Tarifvertragsstruktur erzielt“, hieß es. Die GDL hat eine Verständigung mit der Deutschen Bahn bestätigt. „Ja, wir haben eine Einigung“, somit werde nicht gestreikt, sagte ein GDL-Sprecher in Frankfurt.

Am 11. Februar hatte die GDL die Tarifrunde für gescheitert erklärt, in der vorigen Woche beschloss sie einen Streik. Allerdings hatte sie Beginn und Dauer offen gelassen. Zur Begründung für ihre jüngste Streikdrohung hatte die GDL der Bahn vorgeworfen, sie sei von ihrer Zusage aus dem Dezember abgerückt, dass die Lokführergewerkschaft eigenständig und unabhängig von der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) verhandeln dürfe. Über inhaltliche Forderungen der GDL nach kürzerer Arbeitszeit und fünf Prozent mehr Geld wurde noch nicht gesprochen.

Ein Streik wäre bereits der siebte Ausstand im laufenden Tarifkonflikt gewesen. Die Lokführer hatten im Herbst bereits sechs Mal gestreikt und dabei die Dauer des Ausstands stets verlängert. Der Zugverkehr wurde bundesweit stark eingeschränkt. Die Bahn bekräftigte am Montag ihr Ziel, die Verhandlungen so zu führen, dass konkurrierende Abschlüsse für ein und dieselbe Berufsgruppe vermieden werden.

Der Deutsche Beamtenbund reagierte erleichtert und zufrieden. „Jetzt kann endlich mit konstruktiven Verhandlungen über die materiellen Arbeitsbedingungen der GDL-Mitglieder begonnen werden“, sagte Beamtenbund-Chef Klaus Dauderstädt einer Mitteilung zufolge. Die GDL ist Mitglied im Beamtenbund, der zuvor eine Schlichtung vorgeschlagen hatte. Dauderstädt sagte: „Das beweist einmal mehr, dass die Sozialpartner auch in schwierigen Lagen aus eigener Kraft Lösungen finden können.“

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