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Wirtschaft

21. August 2017 | 21:56 Uhr

Bahn immer unpünktlicher

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Im vergangenen Jahr summierten sich die Verspätungen auf mehr als 3,7 Millionen Minuten

Bei der Deutschen Bahn haben die Verspätungen im Fernverkehr in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Zwischen 2004 und 2013 seien die „Verspätungsminuten“ hier um 30 Prozent angestiegen, schreibt die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“. 2013 hätten Züge im Fernverkehr zusammengerechnet 3 787 237 Minuten Verspätung gehabt, mehr als sieben Jahre in einem einzigen Jahr. Das sei ein Rekordniveau seit Einführung der Statistik 2004. Das Blatt beruft sich auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag. Im Nahverkehr falle die Verspätungs-Bilanz uneinheitlich aus: Bis 2012 seien die Zahlen gesunken, danach wieder gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr sei die Zahl der „Verspätungsminuten“ im Nahverkehr 2013 um fünf Prozent gewachsen. In die Pünktlichkeitsstatistik der Bahn fließen erst Verspätungen von mehr als 5 Minuten und 59 Sekunden ein.

Der Bahn zufolge ist der Rekordwert vor allem wetterbedingt: So habe das Elbe-Hochwasser 2013 einen „signifikanten“ Einfluss auf die Statistik gehabt. Gleiches gelte auch für den extremen Winter im Dezember 2010. Im Nahverkehr liegen sie im Schnitt bei zwölf Millionen, im Fernverkehr bei rund drei Millionen Verspätungsminuten im Jahr. Insgesamt seien die Pünktlichkeitswerte in den letzten zehn Jahren im Fernverkehr stabil, erklärte der Konzern in einer Pressemitteilung.

Für 2014 verwies das Unternehmen darauf, dass die Pünktlichkeit im Fernverkehr schwer unter den Lokführerstreiks im Oktober gelitten habe. In diesem Herbst kam etwa jeder dritte Fernzug verspätet ans Ziel. Der Anteil unpünktlicher ICE und Intercitys ist seit Jahresbeginn deutlich gestiegen, so die Bahn-Statistiker. Auch Bauarbeiten und Kabeldiebstähle hätten zu den schlechteren Werten beigetragen.

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erstellt am 25.Nov.2014 | 14:08 Uhr

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