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Bafin kritisiert Deutsche Bank

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 06.Jan.2014 | 00:31 Uhr

Die Bankenaufsicht Bafin geht in der Libor-Affäre um manipulierte Zinssätze nach „Spiegel“-Informationen hart mit der Führung der Deutschen Bank ins Gericht. Der gesamte Vorstand sowie der Aufsichtsrat hätten die Affäre nicht angemessen aufgearbeitet, heißt es dem Magazin zufolge in einem Bericht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin). Nach wie vor sei daher nicht geklärt, „ob eine Beteiligung oder Kenntnis des Senior Managements bezüglich möglicher Manipulationsversuche bestand“.

Eine Bank-Sprecherin erklärte, dass die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen seien. Die Bank kooperiere vollumfänglich mit den Aufsichtsbehörden. Nach aktuellem Stand sei kein amtierendes oder früheres Mitglied des Vorstands in irgendeiner unangemessenen Weise in die untersuchten Vorgänge verwickelt.

Zu dem von den Bankchefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen versprochenen Kulturwandel hält die Bafin dem Blatt zufolge fest: „Als neuer Vorstand haben Sie zwar einen Kulturwandel angekündigt. Im vorliegenden Fall entsteht jedoch der Eindruck, dass Sie klare Konsequenzen, insbesondere personeller Art, nicht gezogen haben.“

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