EU-Umweltauflagen : Autobranche bittet Merkel um Hilfe

Die deutsche Autobranche kämpft gegen schärfere CO2-Grenzwerte der EU. Die Bundeskanzlerin soll helfen.

shz.de von
22. Mai 2013, 10:30 Uhr

Berlin | Kurz vor dem Beginn entscheidender Verhandlungen kämpft die deutsche Autobranche vehement gegen schärfere CO2-Grenzwerte der EU. Der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann, bat in einem Brief Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) um Hilfe. Wissmann schrieb, es dürfe nicht sein, dass "wir unser leistungsfähiges und starkes Premiumsegment, das fast 60 Prozent der Arbeitsplätze unserer Automobilhersteller in Deutschland ausmacht, über willkürlich gesetzte Grenzwerte buchstäblich kaputt regulieren lassen". Hintergrund sind Verhandlungen über mögliche schärfere CO2-Grenzwerte.
Nach den bisherigen Plänen soll der Ausstoß des klimaschädlichen Gases in der EU bis 2020 auf im Durchschnitt 95 Gramm je Kilometer für die Neuwagenflotte der Hersteller sinken. Das entspricht rund vier Litern Benzinverbrauch.
Der Vorstoß träfe aus deutscher Sicht besonders die Oberklasse-Hersteller wie BMW, Audi und Mercedes. Denn sie verkaufen im Durchschnitt größere und schwerere Autos als Konkurrenten, die vor allem Kleinwagen herstellen.

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