Arbeitsbeschaffung

Avatar_shz von
11. Juli 2014, 13:20 Uhr

Also das mit der Pkw-Maut... halt, so heißt das ja gar nicht mehr. Die Pkw-Maut, heißt ja jetzt Infrastrukturabgabe. Und die müssen alle bezahlen, nicht nur die Ausländer. So schreibt es Brüssel vor. Weil aber die Kanzlerin gesagt hat: „Mit mir wird es keine Infrastruktur... ach nee, keine Pkw-Maut geben“, bekommen wir deutschen Autofahrer das Geld, das wir für die Vignette bezahlt haben, als Gutschrift auf die Kfz-Steuer wieder zurück. So kann unser genialer Verkehrsminister – wie heißt der noch? Brotrinde oder so – zu der Kommission immer sagen: „Bitte sehr, die deutschen Autofahrer bezahlen auch für die Vignette.“ Die da in Brüssel, die sind ja so doof, die sind ja mit dem Nachmessen von Kondomen oder der Wassermenge beim Spülvorgang im WC beschäftigt, dass sie gar nicht merken: Wer 100 Euro bezahlt und dafür 100 Euro zurückbekommt, der zahlt gar nichts.

Nun meckert aber der Zoll. Die sollen die Vignetten nämlich an alle Autofahrer verschicken, den Betrag berechnen und hinterher gutschreiben. Aber obwohl das ja nun wirklich eine geniale Arbeitsbeschaffungsmaßnahme ist, mit der man eine ganze Volkswirtschaft ankurbeln und Millionen von Beamte jahrelang völlig sinnlos beschäftigen könnte, meckern die vom Zoll: „Das ist viel zu viel Arbeit, das schaffen wir nicht. Und was der Quatsch überhaupt soll!“

O weh, das wäre das erste Mal, dass ein blödsinniger Einfall der Regierung an der Sinnfrage scheitert. Und ich freu’ mich doch schon so auf meine Infrastrukturabgabenpkwmautvignette!

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert