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Anlagenbauer schöpft neue Hoffnung

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 01.Apr.2014 | 15:58 Uhr

Neue Hoffnung für die TIG Group in Husum. Nach Monate langem Ringen zeichnet sich für den insolventen Anlagenbauer endlich eine Lösung ab. Ein österreichisches Unternehmen mit Sitz in Wien und eigenem Werk in Russland hat den Husumer Teil der Firmengruppe übernommen und will ihn unter neuem Namen weiterführen. Dabei setzt der Investor auf den guten Ruf der einstigen Branchen-Führers im Anlagen- und Kesselbau – Wulff und UMAG –, die 2010 in der TIG Group aufgegangen waren. Mit neuen Aufträgen soll die Wulff & UMAG Energy Solutions GmbH zu alter Stärke zurückzufinden. Vor der Insolvenz verschiffte die TIG Group von Husum aus Kesselanlagen in alle Welt. In einem Pilotprojekt wurden zum Beispiel Stahlkonstruktionen von der Rendsburger Werft Nobiskrug „weiterverarbeitet“. Mit entsprechenden Rohrleitungssystemen versehen, sollten sie zur Meerwasserentsalzung auf Ölplattformen dienen. Auftraggeber war der Ölmulti BP. Bis heute sind Insider überzeugt, dass dieser Teil des internationalen Geschäfts wesentlich dazu beigetragen haben dürfte, dass die TIG Group in Schieflage geriet (wir berichteten).

Dessen ungeachtet sorgt der neue Investor in Husum erstmals seit Monaten für verhaltenen Optimismus. Sogar einige Mitarbeiter des einst 105-köpfigen TIG-Teams wurden schon zurückgeholt. Derzeit zählt die Belegschaft noch 45 Köpfe. Doch nicht nur die Betriebsratsvorsitzende Rita Bernhardt ist zuversichtlich, dass es schon bald wieder mehr sein könnten. Dann dürfte auch die Produktionsabteilung wieder wachsen. Für viele Mitarbeiter kommt die gute Nachricht allerdings zu spät. Sie haben bereits eine Anstellungen gefunden oder mussten gehen.

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