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Umbauprojekt Aniko : Aldi Nord plant Milliardeninvestitionen – Entscheidung fällt in Nortorf

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Aus der Onlineredaktion

Hellere und freundlichere Märkte: Der Konzern hat große Pläne für ein weltweites Modernisierungsprogramm.

Essen | Der Discounter Aldi Nord will weltweit mehr als fünf Milliarden Euro in die Modernisierung seiner Filialen investieren. Die Geschäfte sollen durch das Umbauprojekt Aniko heller, freundlicher und auch ein Stück weit großzügiger werden. „Aniko ist eine der bedeutendsten unternehmerischen Entscheidungen in der Geschichte von Aldi-Nord“, erklärte Theo Albrecht junior, Sohn des Unternehmensgründers.

Der Konzern will seinen Filialen ein neues Gesicht geben. In einem Testlauf sind in den vergangenen Monaten bereits mehrere Filialen umgebaut worden.

Die Milliardeninvestitionen müssen allerdings noch eine wichtige Hürde nehmen. Denn der Discounter ist im Besitz von drei Stiftungen, die den Plänen einstimmig zustimmen müssen. Doch fehlt bislang grünes Licht von der Jacobus-Stiftung, in der die Witwe des Gründersohns Berthold Albrecht und ihre Kinder das Sagen haben. Deshalb wird befürchtet, dass die Pläne in die seit über einem Jahr andauernden Auseinandersetzungen zwischen den zerstrittenen Familienstämmen – auf der einen Seite Berthold Albrecht junior, auf der anderen Seite Babette Albrecht und ihre Kinder – hineingezogen werden könnten. Die Jacobus-Stiftung hat ihren Sitz im beschaulichen Nortorf (Kreis Rendsburg-Eckernförde) in einem Gewerbegebiet.

Die drei wichtigen Aldi-Stiftungen haben ihren Sitz in Nortorf. Ein einfaches Klingelschild weißt darauf hin.

Die drei wichtigen Aldi-Stiftungen haben ihren Sitz in Nortorf. Ein einfaches Klingelschild weißt darauf hin.

Foto: Kai Eckhardt

Das „größte Investitionsprojekt“ in der Firmengeschichte drohe sich wegen der Nicht-Zustimmung der Jakobus-Stiftung zu verzögern, zeigten sich Unternehmenskreise besorgt. Dies könne Aldi Nord in dem harten Wettbewerb der Branche belasten.

Dier Streit der Discounter-Erben im Überblick:

 

Der Rechtsanwalt von Babette Albrecht, Wolfgang Urban, wies den Vorwurf, den Konzern zu bremsen, allerdings entschieden zurück. Er betonte, der Vorstand der Jacobus-Stiftung werde entscheiden, sobald alle notwendigen Informationen dafür vorlägen. Dies sei jedoch derzeit noch nicht der Fall. „Wir können nicht auf Basis unvollständiger Informationen entscheiden. Es geht ja um viel Geld.“

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erstellt am 04.Jul.2017 | 10:51 Uhr

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