Jahreszahlen aus Norderstedt : Tesa expandiert nach China und beschäftigt mehr Mitarbeiter

Robert Gereke, Vorstandsvorsitzender von Tesa SE, zeigt bei der Jahres-Pressekonferenz des Klebstoffherstellers Produkte des Unternehmens.
Robert Gereke, Vorstandsvorsitzender von Tesa SE, zeigt bei der Jahres-Pressekonferenz des Klebstoffherstellers Produkte des Unternehmens.

Tesa baut einen Standort in Suzhou auf. 60 Prozent des Geschäfts werden mit industriellen Klebelösungen gemacht.

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25. März 2019, 15:55 Uhr

Norderstedt | Tesa hat seinen Umsatz im vergangenen Jahr um 6,8 Prozent auf 1,34 Milliarden Euro gesteigert. Der Betriebsgewinn (Ebit) erreichte 210 Millionen Euro, nach 207,5 Millionen im Jahr zuvor. Der Klebstoffhersteller profitiert dabei von guten Geschäften in Fernost.

Jüngst habe sich vor allem das Projektgeschäft mit der Elektronikindustrie in Asien dynamisch entwickelt, sagte Vorstandschef Robert Gereke am Montag in Norderstedt.

Neuer Standort in China

Das Unternehmen am Stadtrand von Hamburg baut wegen der wachsenden Bedeutung des chinesischen Marktes für 30 Millionen Euro einen Standort in Suzhou. Geplant sei eine Reinraum-Produktionseinheit, um zusätzliche Kapazitäten zur Herstellung von Spezialklebebändern für elektronische Endgeräte zu schaffen. Zudem werde die Forschung und Entwicklung erweitert.

Wir stärken unsere Wettbewerbsfähigkeit, indem wir angesichts eines sich dynamisch verändernden Marktumfeldes weiter in Innovation sowie den Ausbau unserer Präsenz in Wachstumsregionen und digitalen Märkten investieren. Robert Gereke

Industrielle Klebelösungen für das Unternehmen wichtig

Tesa ist bekannt für Büro- und Heimwerkerprodukte wie Tesafilm oder Tesakrepp, doch rund 60 Prozent des Geschäfts macht die Beiersdorf-Tochter mit industriellen Klebelösungen für die Produktion von Handys und Autos.

Zu den erfolgreichsten Produkten zählen Verklebungen von Akkus in Mobiltelefonen, die sich wieder ablösen lassen, oder doppelseitig klebende Acrylatschäume für die Montage von Displays auf Smartphones und Tablets. Die rund 300 Produkte für Büro, Haushalt und Handwerk machen nur knapp ein Viertel des Umsatzes aus.

Zahl der Mitarbeiter steigt

Das seit vielen Jahren anhaltende Wachstum drückt sich auch in der Entwicklung der Belegschaft aus. Weltweit nahm die Zahl der Vollzeitstellen binnen eines Jahres um fast 500 auf 4900 zu, auch wegen der Übernahme dreier zugekaufter Unternehmen.

In der Norderstedter Zentrale arbeiten 1200 Menschen, ein Plus von fast sieben Prozent. In der Tesa-Produktionsstätte in Hamburg sind 500 Mitarbeiter beschäftigt.

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