90 Millionen Euro für Interreg-Programm

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02. Dezember 2014, 12:24 Uhr

90 Millionen Euro: Diese Fördersumme steht bis zum Jahr 2020 zur Verfügung, wenn sich Partner aus Schleswig-Holstein und Dänemark zu einem Projekt zusammentun. Den Start des dafür geschnürten EU-Programms „Interreg Va“ hat gestern eine „Kick-off“-Konferenz in den Lübecker Media Docks mit mehr als 300 Teilnehmern von beiden Seiten der Grenze markiert.

„Die Zeit ist reif dafür, dass die Kooperation zwischen Dänemark und Deutschland neue Schubkraft bekommt“, sagte Schleswig-Holsteins Europaministerin Anke Spoorendonk (SSW). Wolle sich der Raum zwischen den Zentren Hamburg und Kopenhagen behaupten, „müssen wir uns als eine gemeinsame Region stark machen“, warb Spoorendonk für eine engere Partnerschaft.

Anders als in der Vergangenheit gibt es nicht mehr zwei getrennte Programme jeweils für die Jütland- und die Fehmarnbeltachse, sondern ein gemeinsames Gebiet. Das bedeutet, dass sich Projektpartner in einem größeren Raum finden können – aber auch, dass Ideen von beiden Achsen stärker miteinander um das Geld konkurrieren. Mit den 90 Millionen steht 30 Prozent mehr Geld zur Verfügung als es beide bisherigen Zonen in der vorangegangenen Interreg-Periode hatten. Das neue Programm richtet sich stärker an der Wirtschaft aus: Bisher konnten Unternehmen nur indirekt von Interreg profitieren, jetzt können sie auch Projektpartner sein, ebenso wie etwa Hochschulen, Kammern, Kommunen oder Verbände. Inhaltlich legt Interreg fortan den Schwerpunkt auf Innovation, Arbeitsmarkt und Ausbildung sowie nachhaltige Entwicklung.

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