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Medienstandort Hamburg : 50 Firmen für den digitalen Wandel

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Die Hamburger Medienwirtschaft mit Verlagen, Rundfunk und Werbeagenturen hat Tradition. Das Internet und die Digitalisierung brachten neue Firmen hervor. Bürgermeister Scholz will beide zusammenbringen.

shz.de von
erstellt am 25.Feb.2014 | 16:45 Uhr

Hamburg | Für die Zukunft des Medienstandorts Hamburg ist eine weitere Initiative an den Start gegangen. „Wir wollen den digitalen Wandel der Medien- und Kreativwirtschaft aktiv begleiten“, sagte Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) am Dienstag. Das Projekt „Next Media.Hamburg“ ist eine Partnerschaft der Stadt mit privaten Unternehmen. Rund 50 Firmen aus Medien, Handel, Telekommunikation und Werbewirtschaft sowie Hochschulen haben sich in einer Absichtserklärung zur Unterstützung der Initiative bereit erklärt.

Darunter sind Namen wie Axel Springer, Deutsche Telekom, Warner Music, Otto Group, NDR, Gruner + Jahr und dpa-infocom, die Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) und die Universität Hamburg. Die Initiative soll neben Netzwerkarbeit über Branchen hinweg den Boden bereiten - für neue Geschäftsmodelle, die Gründerszene und die Nutzung wissenschaftlicher Erkenntnisse der Hochschulen. „Wir wollen nicht nur vernetzen, sondern auch Wissen generieren, das im Markt gebraucht wird“, sagte der Medienbevollmächtigte des Senats, Carsten Brosda. Erlösmodelle, die in der Games-Industrie oder im Handel funktionierten, könnten auch für Verlage interessant sein. „Wir wollen Transparenz schaffen“, ergänzte Brosda.

Für Startup-Firmen wird eine Anlaufstelle eingerichtet, die beim Einstieg in die Kreativbranche helfen soll, zum Beispiel mit Kontakten zur Hamburger Investitions- und Förderbank. Das 1997 eingeführte Public-Private-Partnership Hamburg@work betreut weiterhin einzelne Branchen und baut deren Netzwerke aus. Die Initiativen verfügen über einen Etat von rund zwei Millionen Euro.

Unterdessen wurden in Hamburg die vertraglichen Grundlagen für neue Internetadressen mit der Domain-Endung „.hamburg“ geschaffen. Sie sollen von Sommer an in der Metropolregion von Einwohnern, Firmen und Vereinen genutzt werden können, wie die Betreibergesellschaft Hamburg Top-Level-Domain am Dienstag mitteilte. „Die neuen Domains sind eine gute Möglichkeit für Bürger und Unternehmen zur Identifikation mit ihrem Standort“, sagte der Senatsbevollmächtigte.

In der Hamburger Medien-Branche hat sich die Stimmung aufgehellt, wie eine Umfrage der Handelskammer ergab. Im laufenden Jahr rechnet jede dritte Medienfirma mit steigenden Umsätzen, 14,5 Prozent mit rückläufigen Erlösen. Knapp 60 Prozent der Befragten wollen ihre Belegschaften unverändert halten, 15 Prozent Mitarbeiter einstellen und ein Viertel Stellen streichen. Die Investitionsbereitschaft lege zu, teilte die Kammer mit.

Die gesamte Medien-, IT- und Telekommunikationsbranche umfasst in Hamburg nach Angaben von Next Media.Hamburg 23.000 Firmen mit rund 110.000 Beschäftigten.

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