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0,4 Prozent Wachstum: Deutsche Wirtschaft trotzt Schwäche in Europa

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 15.Jan.2014 | 13:45 Uhr

Die Verbraucher haben die deutsche Wirtschaft 2013 vor einem Absturz bewahrt. Inmitten der Rezession in Teilen Europas legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) deswegen im vorigen Jahr immerhin noch um 0,4 Prozent zu. Dies teilte das Statistische Bundesamt gestern in Berlin mit. Das Wachstum liegt damit noch einmal deutlich unter dem ohnehin schwachen Niveau von 2012 mit 0,7 Prozent – aber Deutschland liege damit „in Europa vorn“, wie der Präsident des Bundesamtes, Roderich Egeler, betonte. Für 2014 sind die Prognosen deutlich optimistischer. Sie reichen bis zu einem Plus von 2 Prozent.

Als „sehr erstaunlich“ bezeichnete Egeler – neben der moderaten Inflationsrate von voraussichtlich 1,5 (2012: 2,0) Prozent – die Entwicklung am Arbeitsmarkt mit durchschnittlich 41,8 Millionen Arbeitnehmern: „Damit gab es bereits das siebte Jahr in Folge einen neuen Höchststand bei der Zahl der Erwerbstätigen.“ Im Gegenzug war damit die Arbeitslosigkeit „2013 so niedrig wie noch nie im vereinigten Deutschland“.

Die – gemessen an der Schwäche der europäischen Wirtschaft insgesamt – immer noch robuste Konjunktur und die Rekordbeschäftigung halfen dem deutschen Staat, 2013 abermals die EU-Defizitgrenze von maximal 3 Prozent des BIP souverän einzuhalten. Dank der Überschüsse in den Sozialversicherungen und bei Kommunen sowie rückläufiger Defizite von Bund und Ländern stand unter dem Strich ein kleiner Fehlbetrag von 1,7 Milliarden Euro. Das entspricht einem Minus von 0,1 Prozent gemessen am BIP. 2012 hatte der deutsche Staat sogar ein kleines Plus von 0,1 Prozent erwirtschaftet, 2011 ein Minus von 0,8 Prozent. Für das soeben begonnene neue Jahr erwarten Ökonomen einhellig eine deutlich anziehende Konjunktur. Die Prognosen reichen von rund 1,5 bis zu 2 Prozent.

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