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Neues Tiefseeforschungsschiff : Wilhelmshaven: „Sonne“ nimmt Dienst auf

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Das modernste Forschungsschiff der Welt ist seit Montag im Dienste der Meeresforschung unterwegs. Die „Sonne“ wird mehrere Häfen zu Antrittsbesuchen anlaufen, darunter Hamburg und Kiel.

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erstellt am 17.Nov.2014 | 14:53 Uhr

Wilhelmshaven | Das neueste deutsche Forschungsschiff hat am Montag seinen Dienst für die Wissenschaft aufgenommen. Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) und Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) übernahmen die „Sonne“ an ihrem Heimathafen Wilhelmshaven von der Papenburger Meyer Werft. Es sei das derzeit modernste Forschungsschiff der Welt, sagte Wanka. Für die Wissenschaft seien Daten zum Klimaschutz, zur Erwärmung oder Versauerung der Meere oder zur Eisschmelze in der Arktis besonders wichtig. Das neue Hightech-Schiff werde diesen Aufgaben und höchsten Ansprüchen moderner Meeresforschung gerecht. Nach der Übergabe an die Wissenschaft am Montag in Wilhelmshaven kann es bei Antrittsbesuchen im Rahmen eines „Open Ship“ in mehreren Hafenstädten besichtigt werden. Am 21. und 22. November ist die „Sonne“ in Hamburg an der Überseebrücke zu Gast. Am 27. und 28. November macht das Schiff in Kiel fest.

Die „Sonne“ ist 116 Meter lang und 20,60 Meter breit. Neben der Besatzung von 35 Männern und Frauen können bis zu 40 Wissenschaftler an Bord gehen. Mit bis zu 15 Knoten (knapp 28 Kilometer pro Stunde) soll das Schiff vor allem im Pazifischen und Indischen Ozean fahren.

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Neben Kränen, Kühlräumen und Laboren gehören Tiefsee-Lotanlagen zum Equipment. Damit kann der Meeresboden vermessen werden. Mit videogesteuertem Gerät können die Forscher von Bord aus Proben nehmen. 124,4 Millionen Euro investieren der Bund und die Küstenländer in das neue Flaggschiff. Eigner wird das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Die Kosten in Höhe von 124,4 Millionen Euro übernimmt das BMBF zu 90 Prozent, die Küstenländer investieren zusammen 10 Prozent, wovon Niedersachsen gut die Hälfte trägt.

Weitere Informationen zur Sonne gibt es beim Institut für Biologie und Chemie des Meeres.

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