Vergewaltigung in Flensburg : Wertvolle Hinweise nach "Aktenzeichen XY"-Sendung

Das Phantombild zeigt den Vergewaltiger.
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Das Phantombild zeigt den Vergewaltiger.

Die Polizei Flensburg hat nach der Schilderung eines Falls in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY" mehrere Hinweise zur Vergewaltigung einer jungen Frau erhalten.

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12. April 2012, 11:39 Uhr

Flensburg | Die Flensburger Polizei hat nach der Sendung "Aktenzeichen XY ungelöst" etwa 50 neue Hinweise zu einer Vergewaltigung in der Flensburger Innenstadt im Mai 2011 erhalten. "Noch gibt es aber keine brandheiße Spur", sagt Polizeisprecher Matthias Glamann. Dennoch: Die Polizei ist zufrieden mit der Bilanz. Viele Anrufe zum Phantombild seien sehr brauchbar gewesen. Genaueres wollte Glamann zu den Hinweisen nicht bekannt geben, da die Kripo ihnen derzeit nachgeht.
Schon vor der Sendung habe es aktuell mehrere Hinweise gegeben: Ein sh:z-Artikel zur Fahndung nach dem Täter wurde in sozialen Netzwerken verbreitet. "Über Facebook wurden viele aufmerksam auf das Thema. Unter den Hinweisen waren ebenfalls einige wertvolle", sagt Glamann.
Täter stellt sich als "Alexander" vor
In der ZDF-Fernsehsendung wurde der Fall in einem kurzen Film nachgestellt, außerdem wurde das Phantombild des Täters gezeigt. In der Nacht zum 28. Mai wurde eine 24 Jahre alte Frau in der Disco Speicher von einem fremden Mann mehrfach angestarrt. Er stellt sich ihr als "Alexander" vor und verwickelt sie in ein Gespräch. Nachdem die Freunde der jungen Frau den Speicher verlassen hatten, überredet er sie, in die "Schinkenklause" weiterzuziehen. Doch das Lokal existierte zu dem Zeitpunkt schon nicht mehr. "Alexander" schlägt eine enge Gasse, die Straße Herrenstall, als Abkürzung vor, wo er die junge Frau vergewaltigt - kaum 100 Meter vom Speicher entfernt. Der Mann verschwindet.
Die 24-Jährige läuft nach der Tat zu ihren Freunden, doch die sind mit der Situation überfordert, wissen nicht, wie sie reagieren sollen. Die junge Frau rennt weiter und will sich in einer Kurzschlussreaktion ins Wasser stürzen. Ihre Freunde können sie noch rechtzeitig davon abhalten.
Auffälliges Piercing
In der Sendung fragte die Flensburger Polizei nach Hinweisen sowohl zum Täter als auch nach einer möglichen Zeugin: Eine junge Frau namens Janina hatte im Speicher ebenfalls Kontakt mit dem späteren Täter.
Das Opfer beschreibt den Vergewaltiger wie folgt: Der gesuchte Mann nannte sich "Alexander", war 25-30 Jahre alt, etwa 1,85 Meter groß, normale Figur, sehr kurze, braune Haare, Raucher, sprach ohne Akzent oder Dialekt. Auffällig: Er trug am linken Ohr einen so genannten "flesh tunnel" - ein Piercing von etwa einen Zentimeter Durchmesser. Hinweise an die Kripo Flensburg: 0461-4840.

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