Finanzen : Weitere Griechenland-Hilfe in der CDU nicht unumstritten

Wolfgang Bosbach vermutet, dass mit dem Hilfsprogramm für Griechenland nur mehr Zeit gekauft weredn soll.
Wolfgang Bosbach vermutet, dass mit dem Hilfsprogramm für Griechenland nur mehr Zeit gekauft weredn soll.

Das von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble in Aussicht gestellte dritte Hilfsprogramm für Griechenland stößt innerhalb der CDU auf Widerstand. «Überschuldung kann man nicht durch noch mehr Schulden lösen», sagte Wolfgang Bosbach der Oldenburger «Nordwest-Zeitung».

shz.de von
22. August 2013, 07:59 Uhr

Bosbach gehört zu den Politikern in der Union, die den Euro-Rettungskurs für falsch halten und in der Vergangenheit gegen die Hilfe für das hoch verschuldete Krisenland gestimmt haben.

Schäuble hatte zuvor in ungewohnter Deutlichkeit erklärt, es werde in Griechenland noch einmal ein Hilfsprogramm geben müssen. Ein Sprecher der Bundesregierung sagte allerdings später, es gebe bei dem Thema keinen neuen Sachstand.

Bosbach kritisiert, «dass wir nur mehr Zeit kaufen und die Probleme nicht grundlegend lösen». An einem Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone führe kein Weg vorbei. «Dem Land fehlt die Wirtschaftskraft und die internationale Wettbewerbsfähigkeit, um sich aus eigener Kraft an den Märkten zu behaupten.»

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