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Unwetter : Weiter Notstand: Mexiko wappnet sich für neue Stürme

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Mexiko stehen weitere heftige Unwetter bevor. Während weite Teile des Landes bereits jetzt in den Fluten versinken, erwarten Meteorologen erneut starke Regenfälle.

Bislang kamen bei den tagelangen Tropenstürmen mindestens 101 Menschen ums Leben, wie die Zeitung «El Universal» unter Berufung auf Innenminister Miguel Ángel Osorio Chong berichtete. Es herrsche weiter Notstand, sagte er im Sender Radio Formula. 68 Menschen galten als vermisst.

Angesichts der Überschwemmungen, Erdrutsche und Dammbrüche sprach Präsident Enrique Peña Nieto von «einer nie dagewesenen Lage». Grund für die neuen Unwetter sei das Zusammentreffen einer Kaltfront aus dem Norden mit einem tropischen Tiefdruckgebiet über dem Golf, heißt es in einem Bericht vom Freitagabend (Ortszeit).

Rettungskräfte räumten zahlreiche Ortschaften und brachten rund 50 000 Menschen in Sicherheit. Angesichts der verheerenden Lage in den Katastrophengebieten sagte US-Vizepräsident Joe Biden bei einem Arbeitsbesuch am Freitag in Mexiko-Stadt Hilfsgelder in Höhe von 250 000 US-Dollar (rund 185 000 Euro) zu. Die Interamerikanische Entwicklungsbank wollte weitere 400 000 Dollar für den Wiederaufbau beisteuern.

Unterdessen dauerte die Suche nach einem Hubschrauber der mexikanischen Bundespolizei im Bundesstaat Guerrero an. Am Donnerstag war der Kontakt zu dem Helikopter mit drei Insassen an Bord abgerissen. «Wir sind sehr besorgt», sagte Innenminister Osorio Chong am Freitag. «Sie haben ihr Leben riskiert, um anderen zu helfen.»

Wo es in den von den Tropenstürmen «Ingrid» und «Manuel» besonders schwer betroffenen Gebieten bereits möglich war, begannen die Aufräumarbeiten. Einsatzkräfte besserten Straßen aus, räumten Schutt beiseite und legten verschüttete Häuser frei.

Der zeitweise vom Rest des Landes abgeschnittene Badeort Acapulco an der Pazifikküste ist seit Freitag wieder über den Landweg zu erreichen. Nun könnten auch Hilfsgüter in die von «Manuel» heftig getroffene Stadt gebracht werden, sagte Verkehrsminister Gerardo Ruiz Esparza.

Von den erwarteten Regenfällen sind die Bundesstaaten Tamaulipas, Veracruz und Tabasco an der Golfküste, San Luis Potosí, Hidalgo, Puebla im Landesinneren sowie Oaxaca im Westen des Landes betroffen.

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erstellt am 21.Sep.2013 | 10:01 Uhr

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