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„Unser Song für Dänemark“ : Vorentscheid: Wer fährt zum ESC 2014 – und warum?

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Beim Clubkonzert in Hamburg kämpft am Donnerstag ein Flensburger um seine Wild Card für den ESC. Warum müssen sich Künstler überhaupt zum Vorentscheid qualifizieren? Und wer ist schon gesetzt? Fragen und Antworten zum Regelwerk des Eurovision Song Contest.

Wo kann ich den Vorentscheid mitverfolgen?

Am Donnerstag, den 13. März treten acht Kandidaten in der Kölner Lanxess Arena an. Das Erste und EinsPlus übertragen die Show ab 20.15 Uhr im Fernsehen, auf eurovision.de können Sie den Vorentscheid natürlich auch als Livestream sehen.

Was ist die „Wild Card?“

Neu in diesem Jahr war die sogenannte „Wild Card“. Um den achten und letzten freien Platz für den Vorausscheid kämpften am 27. Februar zehn Künstler in einem Clubkonzert im Hamburger Edelfettwerk. Alle hatten sich mit einem Youtube-Video beworben. Glücklicher Gewinner ist die Band Elaiza aus Berlin, die mit geballter Frauenpower den Vorentscheid in Köln erkämpften und als achter Teilnehmer mit dabei sind.

Ebenfalls gute Cancen erhoffte sich der Flensburger Simon Glöde, der mit „Blame It On The Boogie“ angetreten war.

 

Welche Teilnehmer treten beim Vorentscheid an?

Das Gezeichnete Ich: Der Sänger, Songschreiber und Multi-Instrumentalist spielt gefühlvolle Balladen und Pophymnen.

Madeline Juno: Ein Schwarzwälder Stimmwunder, das den Titelsong zum Kino-Erfolg „Fack Ju Göhte“ sang.

MarieMarie: Das ist Elektro-Pop mit Harfe, Hackbrett und Flöte.

Oceana: Künstlerblut fließt durch die Adern der Wahl-Hamburgerin, die mit großem Erfolg Musik macht.

Santiano: Die Seemänner aus Schleswig-Holstein stürmten bereits die Charts, gewannen einen Echo und spielten in Wacken. Jetzt ist der ESC dran.

The Baseballs: Rockabilly im großen Stil. Kommt man mit der Tolle vielleicht zum ESC?

Unheilig: Der Graf hofft auf eine Teilnahme beim ESC. Die massentaugliche Band hat gute Chancen.

Elaiza: Die Wild-Card-Gewinner aus Berlin hoffen auf einen Sieg beim ESC-Vorentscheid.

Wer sucht die Teilnehmer aus?

Für die Auswahl der sieben direkten Teilnehmer von „Eurovision Song Contest 2014 - Unser Song für Dänemark“ verantwortlich sind Vertreter des NDR, der Produktionsfirma Brainpool von Stefan Raab, der Labels Sony, Universal und Warner, der Independent-Labels sowie der Popwellen und jungen Radios der ARD.

Wie funktioniert der Vorentscheid?

Jeder Teilnehmer wird am 13. März zwei Songs präsentieren, die Zuschauer werden sich dann via Televoting für einen Teilnehmer entscheiden, der am 10. Mai in Kopenhagen antreten darf.

Insgesamt gibt es drei Abstimmungsrunden. Zunächst werden alle Künstler einen Song präsentieren. Das Publikum wählt dann vier Acts, die in die zweite Runde kommen. In dieser werden die vier übrig gebliebenen Kandidaten ein zweites Lied singen und die Zuschauer entscheiden, welchen der acht Songs aus der ersten und zweiten Runde es für ESC-tauglich hält.

Im Finale stehen dann die zwei Kandidaten, deren Songs die meisten Stimmen erhalten haben. Und noch einmal wird das Publikum zur Jury: Im Stechen entscheidet es endgültig über den Siegertitel.

Wann finden die Halbfinals des ESC statt und wie wird abgestimmt?

Die Halbfinals finden am 6. und 8. Mai 2014 statt. 37 Länder werden um die Krone beim ESC kämpfen. Für den Vorausscheid in zwei Halbfinals wurden in einer live übertragenen Pressekonferenz die Länder per Los auf die Halbfinals aufgeteilt. Per Jury- und Televoting werden die Teilnehmer für das Finale ermittelt. Beide Votings zählen jeweils 50 Prozent.

Immer automatisch für das Finale qualifiziert sind die großen Geldgeber (Big Five) des Eurovision Song Contest. Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien und Italien sind generell gesetzt, Dänemark als Vorjahressieger ist ebenfalls im Finale vertreten. 

Wann findet das Finale statt und wie wird abgestimmt?

Für das Finale des Eurovision Song Contest am 18. Mai wird nochmals das gleiche Verfahren wie in den Halbfinals angewendet. Zunächst wird per Los bestimmt, wie sich die qualifizierten Länder auf die erste und zweite Hälfte des Finales verteilen werden - der restliche Ablauf wird von den Produzenten der Show festgelegt. Im Finale selbst treten 26 Nationen an.  

Die Finalwertungen jedes Landes setzen sich jeweils zur Hälfte aus Wertungen des Publikums und einer Jury zusammen. Die Jury besteht in jedem Teilnehmerland aus fünf Experten. Diese müssen die Staatsangehörigkeit des Landes besitzen, für das sie im Einsatz sind. Außerdem müssen sie eine Verbindung zur Musikbranche besitzen. Zugleich dürfen sie in keiner geschäftlichen Beziehung zum Kandidaten des eigenen oder eines anderen Landes stehen.

Auf eurovision.de gibt es noch einige Regularien bezüglich der Abstimmung. Die Namen der Jurymitglieder dürfen zum Beispiel erst am Tag des Finales bekannt gegeben werden. Dass weder Jury noch Fernsehzuschauer der teilnehmenden Länder für ihr eigenes Land abstimmen dürfen, ist inzwischen weitläufig bekannt. Oftmals fahren Fans in Grenznähe in das Nachbarland, um von dort anzurufen.

Und die Punkte?

Alles wie gehabt. Der Kandidat, der innerhalb eines Landes die meisten Stimmen bekommt, erhält zwölf Punkte, der Zweitplatzierte wird mit zehn und der Drittplatzierte mit acht Punkten belohnt. Die Interpreten auf den sieben folgenden Rängen erhalten abnehmend sieben bis einen Punkt. Neun und elf Punkte werden nicht mehr vergeben, was aber auch in den letzten Jahren bereits so gehalten wurde.

Welche Vorgaben gibt es für den Final-Song?

Der Titel darf nicht vor dem 1. September des Vorjahres kommerziell veröffentlicht worden sein. Ebenfalls muss der Song live mit Halbplayback vorgetragen werden. Selbst die Anzahl der Leute auf der Bühne ist vorgeschrieben. Beim Auftritt des Interpreten dürfen höchstens sechs Personen auf der Bühne dabei sein. Tiere sind nicht erlaubt. Das Lied selbst darf maximal drei Minuten lang sein.

Ebenfalls möchte Eurovision nicht, dass Texte, Ansprachen und Gesten politisch sind. Hier ist die Angst vor Misskredit sehr groß, weshalb auch die Bühnenshow keine politischen Aussagen treffen darf.

 
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erstellt am 26.Feb.2014 | 15:35 Uhr

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