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Gewitter und Starkregen über Deutschland : Unwetter behindern Flugverkehr

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Mancherorts war das Unwetter schon nach einer Stunde durchgezogen - die Folgen aber hielten Feuerwehrleute oft noch bis tief in die Nacht in Atem.

Berlin | Starker Regen und heftige Gewitter haben in weiten Teilen Deutschlands Keller geflutet, den Verkehr behindert und die Feuerwehr auf Trab gehalten. Am Münchner Flughafen fielen Dutzende Flüge aus, auch Franken und Ostbayern wurden erwischt, in Hessen füllte heftiger Regen am Montagabend viele Keller, ebenso in Oberbayern oder Niedersachsen. In den kommenden Tagen soll es in weiten Teilen Deutschlands weiter regnen. Im Norden prallen die von Tief Annetraut und Hoch Vinko nach Deutschland transportierten Luftmassen aufeinander. Erst zu Himmelfahrt am Donnerstag soll es sich wieder etwas beruhigen. Zumindest in der Nordhälfte des Landes und im Südwesten können Vatertags-Ausflügler auf trockenes Wetter hoffen.

BAYERN: Besonders stark wüteten die Unwetter in Bayern im südlichen Mittelfranken, Teilen Ost- und Oberbayerns. Im niederbayerischen Kelheim richteten Wassermassen Schäden in einem Einkaufszentrum an - Wasser lief Aufzugschächte sowie Rolltreppen hinab. Auf dem Münchner Flughafen führte das Unwetter zu fast 50 Annullierungen. Mehr als 100 Starts und Landungen verspäteten sich um mehr als eine Stunde. In Freising wurden Straßen überflutet und Gullydeckel hochgedrückt. Auch Keller liefen voll.

HESSEN: Nach Starkregen liefen in Hessens Landeshauptstadt Wiesbaden Keller und Tiefgaragen voll. Die Feuerwehr rückte zu mehr als 50 Einsätzen aus. In anderen Teilen Hessens blieb es meist bei Landregen. Am Frankfurter Flughafen starteten wegen eines Gewitters in der Nacht zum Dienstag trotz Nachtflugverbots 29 Flugzeuge nach 23 Uhr. Die Sicherheitsabstände zwischen den Flugzeugen waren laut Behörden erhöht worden, was sich auf die Kapazitäten auswirkte. Der letzte Abflug war um 23.35 Uhr. Am größten Flughafen Deutschlands gilt eigentlich ein Nachtflugverbot von 23 bis 5 Uhr.

NIEDERSACHSEN: Im Emsland und in der Grafschaft Bentheim gab es mehreren Feuerwehreinsätze. In Emsbüren drohte am Montagabend ein Baukran auf zwei Wohnhäuser zu stürzen, nachdem er vom Regen unterspült und in Schieflage geraten war. Die Bewohner mussten ihre Wohnungen vorübergehend verlassen. Auch in einen Kindergarten lief Wasser. In Nordhorn schlug ein Blitz in einen Schornstein ein, so dass sich Qualm im Dachgeschoss bildete. Verletzt wurde niemand.

SACHSEN, SACHSEN-ANHALT und THÜRINGEN: Gebietsweise bis zu 40 Liter Regen wurden in Teilen Ost- und Mitteldeutschlands erwartet. Auch am Mittwoch sind örtlich bis zu 80 Liter Regen pro Quadratmeter möglich.

Noch bis Donnerstag rechnen die Meteorologen mit ergiebigem Dauerregen zwischen Ostsachsen, Harz und Ostthüringen.

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erstellt am 27.Mai.2014 | 14:56 Uhr

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