Merkels Verteidigungsminister Thomas de Maizière fällt vernichtendes Urteil über Wladimir Putin

Von Miriam Scharlibbe und Stefan Hans Kläsener | 13.04.2022, 01:00 Uhr

Als Innen- und Verteidigungsminister hat Thomas de Maizière die deutsche Sicherheitspolitik jahrelang mitgestaltet. Heute sagt er: Die Bundeswehr ist besser als ihr Ruf. Eine klare Meinung hat er zu Russlands Präsidenten und dessen Ukraine-Krieg.

Der langjährige Bundesinnen- und Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière hat die Bevölkerung zu mehr Akzeptanz von Wehrübungen aufgerufen. Im Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) sagte der 68-Jährige: "Wenn Landesverteidigung wieder im Zentrum steht, dann muss Landesverteidigung auch geübt werden. Das heißt dann Tiefflug." Und es bedeute auch Übungen außerhalb von Übungsplätzen. "Dann möchte ich bitte die Unterstützung der Bevölkerung haben, die das jetzt alles für richtig hält."

De Maizière verwahrte sich dagegen, dass die Bundeswehr schlecht oder sogar lächerlich gemacht werde. Beim Hochwasser an der Ahr hätten alle gesagt: "Gut dass die Bundeswehr kommt, die sind die einzigen, die es können." Auch bei Auslandseinsätzen sei die Ausrüstung oft besser gewesen "als bei vielen unserer Verbündeten".

„Putin hat alles schlecht gemacht“

Der Kriegsführung des russischen Präsidenten Wladimir Putin stellt de Maizière ein vernichtendes Zeugnis aus. "Putin hat alles schlecht gemacht", die russische Armee habe einen "massiven Reputationsschaden" erlitten und der Präsident sich "das offenbar alles ganz anders vorgestellt". Der Blutzoll, den der Krieg bis jetzt auf ukrainischer wie auf russischer Seite gefordert habe, gehe allein auf Putins Konto: "Das ist seine persönliche Verantwortung."

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