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Boko Haram : Twitter-Gemeinde: Gebt uns unsere Mädchen zurück

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Ein Hashtag, der gerade um die ganze Welt geht. Via Twitter oder Facebook protestieren die User gegen die Entführung von über 200 Schülerinnen aus Nigeria und fordern: #bringbackourgirls („Gebt uns unsere Mädchen zurück“). Auch Michelle Obama zeigt sich solidarisch.

Bereits vor über drei Wochen wurden die Schülerinnen von der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram verschleppt. Die Extremisten haben die jungen Frauen auf LKW geladen, die gesamte Dorfbevölkerung stundenlang terrorisiert. Boko Haram bedeutet übersetzt so viel wie: Westliche Bildung verboten. Von den Mädchen fehlt bislang jede Spur.


Auf der ganzen Welt sorgt die Entführung für Entsetzen. Die vielen Beiträge in sozialen Netzwerken sind ein erster Schritt, zumindest im Internet sein Mitgefühl zu zeigen. Amerikas First Lady Michelle Obama präsentiert auf Twitter ein Schild mit besagtem Hashtag. „Wir beten für die verschwundenen Nigerianerinnen und ihre Familien. Es wird Zeit, dass ihr uns unsere Mädchen zurückgebt“, schreibt sie dazu auf ihrem Büro-Account. Über 37.000 Mal wurde ihr Tweet bereits geteilt. Und noch weitere Prominente haben mithilfe des Kurznachrichtendienstes auf das grausame Schicksal der gekidnappten Schülerinnen aufmerksam gemacht.

CNN-Moderator Piers Morgan postet sogar die Namen der Mädchen.

Schauspieler Forest Whitaker fordert zum Handeln auf und schreibt: „Sie haben unsere Herzen gebrochen, unseren Willen werden sie nicht auch noch brechen. Gebt uns unsere Mädchen zurück.“


„Bildung ist ein Grundrecht und es ist gewissenlos, unschuldige Mädchen deshalb zur Zielscheibe zu machen. Wir müssen gegen Terrorismus ankämpfen.“ – tweetet die ehemalige US-Außenministerin Hillary Clinton.


Aus Deutschland kommt Unterstützung von Rockmusiker Marius Müller Westernhagen, seiner Freundin Lindiwe Suttle, Westernhagens Tochter MiMi, Schauspieler Jürgen Vogel und den beiden TV-Moderatoren Klaas Heufer-Umlauf und Joko Winterscheidt.

Wie viele Mädchen sich derzeit noch in den Fängen der Extremisten befinden, ist unklar. Ein paar konnten fliehen. Auch wo die Mädchen sich momentan befinden oder was mit ihnen geschieht, ist ungewiss. Abubakar Shekau, Anführer der Terrorgruppe, hat in einem Bekennervideo jedoch erklärt, dass er die Mädchen verkaufen werde. Es gebe einen Markt für die Schülerinnen. Sie sollten verheiratet werden, anstatt zur Schule zu gehen. Häufig werden entführte Frauen auch als Sexsklavinnen missbraucht.


Aufgebrachte Eltern protestieren seit Tagen und fordern, dass die Behörden mehr tun müssen, um die Mädchen zu finden.


Unterdessen weitet sich die internationale Unterstützung bei der Suche aus. Das Weiße Haus hatte zuvor angekündigt, ein Team zur Verfügung zu stellen. Es bestehe aus Militärangehörigen, Verhandlungsexperten für Geiselnahmen und Geheimdienstspezialisten, so Obamas Sprecher, Jay Carney.

Nach den USA und Großbritannien haben aber unter anderem auch Frankreich, China und Kanada ihre Hilfe zugesagt. Die Polizei in Nigeria setzte am Mittwoch 50 Millionen nigerianische Naira (rund 223.000 Euro) für Hinweise zum Aufenthaltsort der Mädchen aus. Die deutsche Bundesregierung forderte ebenfalls die unverzügliche Freilassung der Entführten. „Wir sind entsetzt über das Ausmaß an menschenverachtender Gewalt, mit der religiöse Fanatiker der Sekte Boko Haram im Norden Nigerias die Bevölkerung terrorisieren“, erklärte ein Sprecher des Auswärtigen Amts in Berlin.

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erstellt am 08.Mai.2014 | 17:07 Uhr

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