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Dänemark vor Entscheidung : Tunnel wird billiger: „Ja“ zur Fehmarnbeltquerung noch 2015

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Aus der Onlineredaktion

Inzwischen rechnet man in Dänemark mit „deutlich niedrigeren Preisen“ für den Bau des Tunnels. Die endgültige Entscheidung naht.

Kopenhagen/Puttgarden | Der dänische Transportminister Hans Christian Schmidt (Venstre) und sieben Parteien des Folketings sind sich einig: Die politische Entscheidung über den Bau eines Fehmarn-Tunnels soll noch im Dezember getroffen werden. Gleichzeitig wurde bekannt, dass das Projekt angeblich billiger wird als jüngste Zahlen befürchten ließen.

Im Dezember 2014 wurde bekannt, dass die damaligen Angebote der interessierten Bau-Firmen den Preis für die Verbindung wesentlich höher ausfallen lassen würden als prognostiziert worden war. Die ursprüngliche Budgetsumme von 6,5 Milliarden Euro war dabei um 1,2 Milliarden überschritten worden. Das hatte zu deutlicher Kritik bei den sogenannten „Fehmarn-Parteien“ hervorgerufen.

Nun hat das Transportministerium mitgeteilt, dass eine neue Verhandlungsrunde „deutlich niedrigere Preise“ gebracht hat. Allerdings will das Ministerium den neuen Tunnel-Preis vorläufig geheim halten. Eine genaue finanzielle Analyse soll im November veröffentlicht werden.

Mitglieder des Tourismus-Ausschusses des Bundestages hatten sich am Montag in Rødbyhavn über die touristischen Entwicklungsmöglichkeiten im Zusammenhang mit dem Bau des Fehmarnbelt-Tunnels informiert. Die Region am Fehmarnbelt ist ein sehr beliebtes Reiseziel. Mit über 58,8 Millionen Übernachtungen pro Jahr verzeichnet die Region mehr Urlauber als namhafte und beliebte Reiseziele wie die Kanarischen Inseln, Kroatien oder London.


Die Vergleichs-Parteien haben sich darauf verständigt, dass der Bauherr Femern A/S verschiedene Optionen für den weiteren Prozess untersuchen soll und deshalb eine externe Firma damit beauftragt, eine Qualitätssicherung durchzuführen. Diese soll die Bau-Risiken und die notwendigen Reserven für das Projekt genauer durchlechten.  Dabei geht es unter anderem um die Frage, welche Risiken beim Bau der dänische Staat und welche die beteiligten Unternehmen tragen sollen.

Femern A/S hat die Politiker im Vergleichskreis darüber informiert, welche Möglichkeiten es dafür gibt, die endgültigen Angebote für das Projekt zu nutzen  - trotz der Gefahr, dass die deutsche Seite möglicherweise erst 2017 die erforderliche Baugenehmigung erteilt. Die jetzigen Angebote der Bau-Interessenten gelten jedoch nur bis Mai 2016.

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erstellt am 22.Okt.2015 | 12:51 Uhr

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