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Deutschland & Welt

24. August 2017 | 05:41 Uhr

Kim Schmidt : Tierische Cartoons vom Lande

vom

Mit seinen "Local Heroes" und Cartoon-Landkarten hat er sich einen Namen gemacht - in Dollerup bei Flensburg entstehen die Werke von Kim Schmidt. Ab sofort auch bei uns zu sehen.

"Tiere, das bietet sich in dieser Umgebung an", sagt Kim Schmidt. Der 43-jährige Vater zweier Jungs zeichnet mit Vorliebe Cartoons vom Landleben. Da sprechen Schweine oder Kühe und machen sich Gedanken über aktuelle Umstände.
Aber die "Local Heroes" sind längst nicht Schmidts einziges Projekt. "Derzeit arbeite ich an einem Cover für den neuen Band der Drei Fragezeichen Kids", verrät Schmidt. Im Flensburger Tageblatt ist zudem jeden Freitag eine Karikatur von ihm zu sehen, die sich mit einem aktuellen Lokalthema befasst.
"Der Leser muss über den Bildwitz lachen können"
"Eine gute Karikatur muss nicht unbedingt gut gezeichnet sein", sagt Schmidt, "am wichtigsten ist der Bildwitz. Er muss den Leser ansprechen und zum Lachen bringen. Und wenn die Zeichnung zudem auch noch gut ist, ists umso besser."
Über die Grenzen des Landes hinaus ist Kim Schmidt durch seine Cartoon-Landkarte "Hedwig-Holzbein" geworden. Regionen, Städte und Dörfer hat er mit neuen, ähnlich klingenden Namen versehen. So wurden etwa Neumünster zu "Neufinster", Kiel zu "Kill", die Ostsee zur "Frostsee" und die Nord- zur "Mordsee". "Eigentlich wollte ich mit der Karte ein Buch promoten. Aber die Leute wollten alle lieber die Karte als das Buch", erinnert sich Schmidt. Also machte er weiter, zeichnete eine Deutschlandkarte nach diesem Prinzip und setzte es auf Karten jedes Bundeslandes fort. Seine "Local Heroes" brachte er in Buchform heraus - Band 10 ist gerade erschienen. Über seinen eigenen Verlag vertreibt er die Spaßmacher.
Qual der Wahl: Lehrer oder Cartoonist?
Das Zeichnen hat sich mit den Jahren entwickelt. "Ich hab auch einen anständigen Beruf gelernt, nämlich Krankenpfleger", sagt Schmidt. Auch ein Lehramtsstudium hat er begonnen - und in seiner Freizeit gezeichnet. "Dann kam das Flensburger Tageblatt, für das ich regelmäßig zeichnen sollte. Das zog dann Kreise, es wurden mehr Auftraggeber auf mich aufmerksam und dann musste ich mich entscheiden: Soll ich Lehrer werden oder alles hinschmeißen?" Er schmiss alles hin, "damals war ich noch mutig". Doch bereut hat Kim Schmidt seine Entscheidung nicht: "Ich würde es heute wieder machen."
Seine pädagogische Ader kann Kim Schmidt heute trotzdem ausleben - in Workshops bringt er Kindern und Jugendlichen bei, wie sie selbst Comics zeichnen können. In einem Webforum betreut er Nachwuchszeichner. Denn: "Wir Cartoonisten sind untereinander keine Konkurrenten, sondern haben alle gemeinsam unseren Spaß."

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erstellt am 14.Feb.2009 | 10:16 Uhr

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