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Musik : «To Russia with Love» - Konzert für Menschenrechte

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Mit einem Konzert in Berlin haben zahlreiche Musiker, Autoren und Schauspieler am Montag ein Ende der politischen Verfolgung in Russland gefordert.

Zum siebten Jahrestag der Ermordung der Journalistin und Regierungskritikerin Anna Politkowskaja wollten sie damit ein Zeichen der Solidarität mit dem russischen Volk im Kampf für Menschenrechte setzen, wie Geiger Gidon Kremer als Initiator des Konzerts sagte. Unter dem Motto «To Russia with love» wirkten unter anderem die Pianisten Daniel Barenboim und Martha Argerich sowie Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller mit.

Die Produktion von Angst sei die erfolgreichste Tätigkeit des russischen Präsidenten Wladimir Putin, sagte Müller in einer Rede. Als Beispiel nannte die Schriftstellerin die Inhaftierung von Mitgliedern der Frauenband Pussy Riot und die Lagerhaft des Unternehmers Michail Chodorkowski. Auf dem Konzertprogramm im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie standen Werke russischer Komponisten, unter anderem von Schostakowitsch und Tschaikowsky. Die Schauspieler Martina Gedeck und Sebastian Koch lasen Texte von Politkowskaja und Chodorkowski.

Politkowskaja, Reporterin der regierungskritischen Zeitung «Nowaja Gaseta», war am 7. Oktober 2006 vor ihrer Moskauer Wohnung erschossen worden. In einem Ende Juli wieder aufgenommenen Prozess sind drei Männer angeklagt, die aus Tschetschenien stammen. Von dort hatte Politkowskaja über schwerste Menschenrechtsverstöße berichtet.

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erstellt am 08.Okt.2013 | 09:47 Uhr

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