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Museen : Tanzende Körper im Museum: Sasha Waltz in Karlsruhe

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Tänzer als stille Skulpturen, Installationen, die zum Leben erwachen und mittendrin der Besucher.

Zum 20-jährigen Bestehen der Berliner Tanz-Compagnie von Sasha Waltz widmet das Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) der gebürtigen Karlsruherin eine ganz besondere Ausstellung: «Sasha Waltz. Installationen Objekte Performances» bietet erstmals einen Überblick über ihr Schaffen der vergangenen 15 Jahre. Zugleich wird modernes Ballett mit Kunst verwoben.

«Jetzt beginnt die Kunst der Handlung», sagte ZKM-Chef Peter Weibel am Donnerstag bei der Vorstellung des Projekts in Karlsruhe.

Eine riesige Wolke saugt eine Tänzerin ein, Hände kommen aus einer Bilderwand und Körper schweben im Raum - die Schau, die von diesem Samstag bis zum 2. Februar 2014 zu erleben ist, bietet viele Überraschungen fürs Auge. Außerdem lässt Waltz erstmals einen Blick auf die Entstehung ihrer Choreographien zu: Sie zeigt ihre Skizzenbücher.

Im Mittelpunkt der Schau stehen acht große Installationen. Es sind Elemente früherer Choreographien und Präsentationen, die aus dem Bühnenkontext herausgelöst und weiterentwickelt wurden. Die «Wolke» stammt aus «noBody» (2002), weitere Werke sind aus «Gezeiten» (2005), «Fries» (2007) oder die «Hängende» (2009). «Ich habe versucht Elemente auszuwählen, die an dieser Grenze zwischen Tanz und Bild, Körper und Installation entlang angesiedelt sind», erläuterte Waltz.

Zu den Installation gehören lebende Tänzer, die sich nicht nur auf Bühnen bewegen, sondern sich auch unter die Zuschauer mischen. Die Schau lebt von ihnen. «Sie ist aber auch völlig ohne den Tanz zu denken», sagte Waltz. Das muss sie auch, denn die Tänzer können nicht nonstop in der Ausstellung auftreten. Geplant sind an vier Tagen der Woche jeweils etwa drei Stunden Performance. Zu dem ungewöhnlichen Projekt hat Waltz sich nach eigenen Angaben entschlossen, weil sie «an die Grenze meiner Bühnenmöglichkeiten» geraten sei.

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erstellt am 26.Sep.2013 | 15:37 Uhr

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