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Theater : Marius von Mayenburg sagt Russland-Reise aus Protest ab

vom

Der deutsche Dramaturg und Regisseur Marius von Mayenburg (41) hat aus Protest gegen homosexuellenfeindliche Gesetze in Russland seinen geplanten Aufenthalt als Theatermacher in Moskau abgesagt.

shz.de von
erstellt am 21.Aug.2013 | 14:17 Uhr

«Ich arbeite regelmäßig mit vielen homosexuellen Künstlern, mit denen ich befreundet bin und denen ich mich verbunden und verpflichtet fühle. Ich könnte nicht in ein Land reisen, in dem sie aufgrund ihrer sexuellen Orientierung staatlich diskriminiert werden», schrieb von Mayenburg in einem Brief, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Das Theater der Nationen in Moskau sowie das russische Festival «Territoria» hatten den Autor für September zu einer Premiere seines Stücks «Der Stein» und zu einem Werkstattgespräch mit Studenten eingeladen. Die Organisatoren in Moskau bedauerten am Mittwoch die Absage.

International hatten bereits viele Künstler gegen ein von Kremlchef Wladimir Putin unterzeichnetes Gesetz gegen «Propaganda» von Homosexualität protestiert. Damit stehen positive Äußerungen über gleichgeschlechtliche Lebensweisen vor Minderjährigen unter Strafe. Außerdem hat Putin die Adoption russischer Kinder durch Schwule und Lesben verboten.

Marius von Mayenburg

Theater der Nationen zur Premiere

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